Es geht in den Frankenwald

Früh am Morgen macht sich Unruhe breit – Zeit, das Frühstücksbüffet zu „stürmen“, das eigentlich erst ab acht „geöffnet“ ist. Normalerweise  würden wir ja schon eine halbe Stunde früher frühstücken wollen, aber da der Bäcker die Brötchen nicht eher bringt … egal.


Punkt neun Uhr stehen alle auf dem Parkplatz und warten darauf, dass es los geht. Das Wetter scheint wieder einmal zu halten, an der Gruppeneinteilung wollen wir nichts ändern, also los.


Von Aufseß aus schlagen wir – auf vorwiegend kleinen Nebenstraßen – einen weiten Bogen um Bayreuth und halten uns Richtung Fichtelberg. Irgendwie geraten wir kurzfristig auf einen Radweg, der uns aus einer Sackgasse herausführt, ansonsten sind wir vornehmlich auf schmalen Landstraßen unterwegs.

Das Fichtelgebirge zeigt sich zunächst wolkenverhangen. Von Sophienthal aus geht es stetig bergab. Bald ist die 600 Meter-Marke geknackt und es beginnt ein wenig feucht zu werden. Gut, dass das erste Etappenziel – die Bleaml-Alm – bald erreicht ist.

Das urige Gasthaus empfängt uns mit wohliger Wärme; wir sitzen an einer langen Tafel und schlürfen Kaffee oder Kakao. Herrlich!


Als wir zur nächsten Etappe starten, hat sich der kleine Schauer schon verzogen, rasch sind auch die Straßen wieder trocken. Auf winzig kleinen Wegen geht es immer Richtung Norden – der Frankenwald ist ein ideales Revier für Motorradfahrer.

Kurz vor Mittag kommt uns plötzlich Stefan entgegen, der die geplante Route ein wenig abgewandelt hat. Kurzzeitig folgen wir seiner Gruppe, lassen die sieben Maschinen dann aber ziehen und nehmen wieder ein bisschen Tempo raus.

Kurz nach halb eins ist der Gasthof Bauernhannla erreicht. Hier kehren wir zur Mittagsrast ein. Auch hier sitzen wir an einer langen Tafel zusammen und lassen es uns gut gehen. Lachs mit Reibekuchen ist einer der Favoriten – uns geht’s richtig prima!


Gut gestärkt rollen wir gegen halb drei von Hof und müssen – kurz darauf an einer roten Baustellenampel stehend – eine Entscheidung treffen: eigentlich wollen wir noch ein Stück nach Nord-Westen, um noch ein Stück von Thüringen mitnehmen zu können. Da brauen sich aber gerade dunkle Regenwolken zusammen. Also doch gleich lieber links ab, Richtung Kulmbach?

Nö, schon hinter Steinberg können wir links abbiegen und umfahren damit frühzeitig die Wetterfront. Schön wärs gewesen! Der geplante Abzweig ist unpassierbar, die ganze Straße ist aufgerissen. Die Umleitung führt zwölf Kilometer weiter nördlich nach Tschirn und damit verdammt nah an die immer dunkler werdenden Wolken.

Vielleicht haben wir ja Glück und können kurz vor dem Regen nach links abbiegen und über die Frankenwald-Hochstraße wieder gen Süden fahren? Hat funktioniert. Außer vier Kilometer nasse Straßee ist nichts „passiert“.

Fast unbemerkt passieren wir wenig später die Grenze zu Thüringen. Die Baustil der Häuser verändert sich plötzlich und es richtig ein wenig nach Kohle, die verheizt wird. Auf kleinen Nebenstraßen erkunden wir das benachbarte Bundesland, bevor wir in Mitwitz – und damit in Bayern – einen kurzen Tankstopp einlegen.


Zwanzig Kilometer und eine Umleitung später sitzen wir in der Konditorei Richter und legen noch ein schönes Kaffeepäuschen ein.


Noch eine gute Stunde und wir sind zurück im Hotel. Während Stefan mit seiner Gruppe noch einen Abstecher zum „legendären“ Kathi-Bräu einlegt, fahren wir auf schmalen Straßen Richtung Aufseß. Kurz darauf trifft auch Stefan ein, so dass wir zusammen das Feierabendbier genießen können.


Beim Abendessen verwöhnt uns die Küche mit einer Fränkischen Brotzeit.


Der daraufhin dringend erforderlichen Verdauungsschnaps ging aufs Haus. Danke schön!


Morgen müssen wir leider schon wieder die Heimreise antreten. Gegen Mittag werden wir Würzburg erreichen, spätestens dann trennen sich unsere Wege. Irgendwie schade …

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