Am Regen vorbei geschrammt

Der Blick aus dem Fenster am Morgen: hoffnungsvoll! Sind wir schon gestern von den angekündigten Regenschauern verschont geblieben, beginnt der heutige Tag ebenfalls vielversprechend. Bei strahlend blauem Himmel geht es auf Nebenstraßen zunächst nach Bruntal und dann weiter nach Fulnek. Über die 57, eine gut ausgebaute Bundesstraße, wollen wir „ein paar Meter machen“ um anschließend ausreichend Zeit für die schmalen Straßen in der Slowakei zu haben.

Die Suche nach einem Café gestaltet sich schwierig. Rechts der Straße entdecken wir einen Container, der auf eine kleinen Terrasse steht. Die Aufschrift lässt vermuten, dass es hier nicht nur was zu trinken sondern auch zu essen gibt. Und in der Tat: köstliches Gebäck wird angeboten, Stückchen mit Pudding, Marmelade oder Mohn, dazu ein heißer Kaffee – perfekt!

Die darauf folgenden 75 Kilometer vergehen wir im Flug, zumal die 481 sich als herrliche Passstraße entpuppt. Kurz vor der Grenze machen wir Mittag, dann geht´s in die Slowakei. Keine Grenzkontrollen, keine Warterei, keine Papiere – Europa hat doch was.

Die Strecke vor und nach Cadca ist nicht sonderlich berauschend. Aber für eine Verbindungsetappe, die uns schnell und fern ab der breiten Straßen ans Ziel bringen soll, ohne Alternative – und für so manche Überraschung gut. Plötzlich taucht vor uns eine breite, gut ausgebaute Straße auf, die sich kurvenreich den Berg hinauf schlängelt. Der „Mrvova Kykula“ entpuppt sich als fahrerisches Highlight, der etliche Kilometer monotone Tristes entlang kleiner Dörfer mehr als wett macht.

Am „Arwa-Stausee“ legen wir die nachmittägliche Kaffeepause ein; gerade rechtzeitig vor einem kurzen Regenschauer. Kaum ist der vorüber gezogen, nehmen wir die letzten 50 Kilometer des Tages in Angriff und erreichen gegen 18:30 Uhr unser Hotel in Zakopane. Zwei Gruppen fehlen noch: Wolfgang ist mit einem Elektrikproblem an der Pan European gut 70 Kilometer vorm Hotel liegen geblieben und Stefan, der mit seiner Gruppe vorbei kam, versucht ihm zu helfen. Vergeblich. So wie es aussieht, ist wohl der Reger an der Lichtmaschine kaputt. Also bleibt die Honda erst einmal in einer kleinen Werkstatt, in der man uns noch helfe wollte, stehen. Morgen entscheiden wir, wie es weitergeht.

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