Monatsarchiv: Juli 2011

Und dann ist es ganz einfach passiert

Eigentlich starten wir ja immer um 9:00 Uhr. Bei Sommerfest machen wir eine Ausnahme. Da samstags immer wieder Teilnehmer kurzentschlossen kommen, geht es erst um 9:30 Uhr los. So bleibt ausreichend Zeit für die morgendliche Anreise. Hans-Jürgen, Wolfgang und Klaus-Dieter waren es diesmal, die zur Tagestour dazu stoßen wollten.

Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir die Motoren und fuhren ein kurzes Stück auf der kurvenreichen B 270 Richtung Waldfischbach-Burgalben. Dann ging es in kleinen Schleifen zunächst Richtung Leimen, anschließend nach Münchweiler und in einem Bogen über Lemberg nach Salzwoog und Schönau. Hier legte wir im Landhaus Mischler eine gemütliche Kaffeepause ein, bei der allerdings vorwiegend Apfelsaftschorle getrunken wurde.

Jetzt war es nicht mehr weit bis ins Elsass. Auf winzig kleinen Straßen fuhren wir die Grenze entlang. Tiefe Wälder wechselten sich ab mit Streuobstwiesen und weiten Feldern. Kilometerlang fuhren wir durch dichte Alleen, in denen gerademal unsere Motorräder Platz hatten. Bei Bitche zweigten wir nahe der mächtigen Zitadelle dann wieder gen Norden ab und erreichten pünktlich zur Mittagszeit die Rehmühle.

Auf langen Bänken saßen wir im Freien, darauf hoffend, dass die dunklen Wolken, die über uns zogen, „dicht halten“ würden – was sie weitestgehend auch taten. Der Sonnenschein überwog und so konnten wir uns in Ruhe stärken.

Auf der Fahrt Richtung Hotel schrammten wir am Außenbezirk von Pirmasens vorbei. Und da ist es dann ganz einfach passiert. Wir stehe auf der Linksabbiegerspur, es wird grün, wir fahren langsam los. Die ersten drei Motorräder passieren die Kreuzung und dann quert plötzlich ein Auto die Fahrbahn. Das hatten die Nachfolgenden nicht gesehen. Es kommt zur Kollission.

Dank Erste-Hilfe-Kurs wissen wir sofort, was zu tun ist: Unfallstelle absichern, Notruf absetzen, nach dem gestürzten Motorradfahrer schauen, der glücklicherweise ansprechbar ist und sich offensichtlich nur an der Hand verletzt hat. Helm abnehmen und auf den Rettungswagen warten. Der ist recht schnell da. Ebenso die Polizei, die den Sachverhalt aufnimmt und einen Abschlepper organisiert. So ein Mist – aber: hätte schlimmer kommen können.

Ein Teil der Gruppe fährt im Anschluss direkt ins Hotel, die anderen drehen noch eine kleine Runde. Am Abend heißt es dann: „Soweit alles in Ordnung“. Glück gehabt.

Beim abendlichen Grillfest diskutieren wir immer wieder mal den Unfall. Wäre er vermeidbar gewesen? Inwieweit hat das Fahren in der Gruppe vielleicht zu einer kurzen Unachtsamkeit geführt? Motorrad fahren ist gefährlich, ein gewisses Risiko fährt immer mit. Das ist uns heute wieder deutlich vor Augen geführt worden.

Es ist schon spät, als die Letzten zu Bett gehen. Die Küche des Hotels hatte wieder ordentlich aufgefahren. Vor allem das „Pfälzer Saumagen-Carpaccio“ war uns ans Herz gelegt worden. Und das war richtig lecker. Angesichts der milden Temperaturen konnten wir den Abend draußen im Biergarten verbringen, unter den Ästen einer mächtigen Kastanien. Schade, dass morgen schon wieder alles vorbei sein wird.

Willkommen zum Sommerfest

Das war doch wieder mal richtig schön. Am Freitag gegen Mittag von Frankfurt aus losgefahren, um am Nachmittag in der Pfalz eintreffen zu können. Um kurz nach 15 Uhr war Dansenberg erreicht, die ersten Teilnehmer waren schon da.

Kurz nach 16 Uhr starteten wir zur ersten Tour. Durch den Reichswald ging es grob in Richtung Johanniskreuz und dann auf schmalen, kurvenreichen Waldwegen Richtung Weidenthal. In Lambrecht zweigten wir ab ins Elmsteinertal, dass an Wochenenden für Motorradfahrer gesperrt ist.

Ein kurzer Stopp am Johanniskreuz und schon fahren wir auf Nebenwegen zurück ins Hotel. Da wartet ein schöner Biergarten auf uns. Nach dem ersten Feierabendbier geht’s unter die Dusche und dann zum essen auf die Terrasse.

Die Küche des Hotel Fröhlich lässt sich nicht lumpen: Nach hausgemachtem Griebenschmalz und Quark auf frisch gebackenem Brot wird eine Cremesuppe von frischen Pfifferlingen gereicht und anschließend das Salatbuffett gestürmt. Als Hauptgericht gibt es unter anderem leicht geräuchertes Forellenfilets oder hausgemachte Spinatknödel. Lecker! Zur Verdauung dann noch ein kleines Schnäpschen und einen Espresso mit Vanillieeis – Mensch, geht es uns gut!

Morgen fahren wir in den Süden der Pfalz und den Norden der Vogesen. Wird auch ein toller Tag werden, bestimmt.

Abgefahren

Da mahnt man seine Teilnehmer, doch bitte stets auf ausreichendes Reifenprofil zu achten und gibt fast selbst kein gutes Beispiel ab. Gestern schaue ich eher beiläufig nach der gelben BWM. Mit der war ich unter anderem im Jura, in der Schweiz und im Elsass. Am Wochenende geht´s in den Pfälzer Wald und dann müssen wir mal schauen, ob die Reifen noch vor oder erst nach der Harzreise gewechselt werden müssen – dachte ich mir.

Von wegen. Bei genauer Betrachtung muss ich feststellen, dass hinten kaum mehr als die gesetzlich geforderten 1,6 Millimeter vorhanden sind. Wahrscheinlich ist bei der flotten Fahrt über die elsässischen Cols doch wieder mal mehr Gummi weg gegangen, wie vermutet. Damit noch zum Sommerfest zu fahren geht gar nicht. Da müssen ganz schnell neue Reifen her.

Glücklicherweise steht in der Garage noch eine rote BMW, die schon lange darauf wartet, mal wieder ausgefahren zu werden. Dann nehmen wir die fürs Wochenende. Und auf die gelbe G/S kommt jetzt wieder mal ein Heidenau. Schließlich wollen wir im August ins Riesengebirge und die hohe Tatra. Da kann etwas gröberes Profil nicht schaden. Und das ist beim K 60 ausreichend vorhanden.

Lust auf eine kurvenreiche Woche im Harz?

Am Samstag, den 16. Juli, starten wir zu unserer kurvenreichen Reise in den Harz. Fünf Tage lang wollen wir rund um Brocken und Kyffhäuser eine Region entdecken, die sagenumwoben scheint. Viele Kurven, dunkle Wälder und hohe Berge warten auf uns.

Eigentlich war die Tour ausgebucht. Jetzt gibt es eine kurzfristige Absage. Vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, mit uns den Harz zu entdecken. Es lohnt sich – bestimmt!

Bei Interesse reicht eine kurze Mail an kurvenfieber@mac.com. Wir freuen uns schon jetzt auf abwechslungsreiche Tage mit Dir.