Schwelgen, in Erinnerungen

Eine Woche lang waren wir im September in den Alpen unterwegs, um im französisch-italienischen Grenzgebiet möglichst viele alte, unbefestigte Militärpässe und abgelegene Schotterpisten unter die Stollenreifen nehmen zu können. Das war ein Spaß!

Jetzt bin ich dabei, aus den Stunden an Filmaufnahmen, die wir gemacht haben, ein kurzweiliges Video zu schneiden – und schwelge bei jeder Aufnahme in Erinnerungen. Die Tour müssen wir unbedingt noch mal wiederholen – dann vielleicht vom Mittelmeer Richtung Genfer See fahrend -, zumal war gar nicht alles haben fahren können, was wir ins Auge gefasst hatten. Dazu hat die Woche dann doch nicht gereicht …

Einer der Höhepunkte unserer Tour: die Ligurische Grenzkammstraße. Da hingen anfangs die Wolken so tief, dass wir minutenlang kaum den Weg erkennen konnten. Dann aber riss der Neben auf – noch dazu an einer der so genannten „Schlüsselstellungen“, der stark ausgesetzten und noch dazu kühn trassierten Kehre am Col de la Boaire. Schön zu sehen auf dem Video von Jörg:

Nächstes Jahr wollen wir Ende Mai auf Sardinien zum Endurowandern aufbrechen und im August ins Waldviertel „zum Schottern“ fahren. Zur „Vorbereitung“ gibts im April ein eintägiges Endurotraining.

Interesse? Mehr Infos findest Du unter „Motorradtouren 2016“ (ganz oben auf dieser Seite) oder Du schreibst einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com. Wir freuen uns! Ach ja, die Videos von all den anderen Touren, werden dann hoffentlich auch bald mal fertig …

 

Wochenend-Lektüre

Die neue Broschüre, mit allen geführten Touren, die wir 2016 für den ADAC Hessen-Thüringen anbieten, steht als pdf auf der Seite des ADAC zum download bereit.

Einfach hier klicken

Zwischen den Jahren soll der Versand erfolgen, da lohnt es sich, das vielfältige Angebot an attraktiven Reisen vorab schon mal am heimischen Rechner zu betrachten. Bei Interesse ist jetzt auch schon eine Anmeldungen möglich. Gern per Mail an kurvenfieber@mac.com

Wir freuen uns schon jetzt auf abwechslungsreiche Motorradtouren mit Euch, bei denen die Pausen unterwegs nicht fehlen sollten – wie das nachfolgende Bild zeigt 😉

Prachtvolles Wetter, tolle Aussicht, lecker Eis und nette Motorradfahrer - was wollen wir mehr?

Herrliche Strecken, prachtvolles Wetter, tolle Aussicht, lecker Eis und nette Motorradfahrer – was wollen wir mehr?

Am Montag wird gedruckt

Die neue Broschüre – mit allen geführten Motorradtouren für die Saison 2016 – ist so gut wie fertig. Am Wochenende haben wir noch mal Korrektur gelesen, am Montag wird gedruckt.

Das fertige pdf verschicken wir gern vorab, die Broschüre selbst kann dann per Post angefordert werden. Wer ein druckfrisches Exemplar haben möchte schreibt einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com

Für alle Touren liegen bereits erste Anmeldungen vor. Wir freuen uns über Euer Interesse – und viele abwechslungsreiche Motorradtouren im nächsten Jahr.

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Das neue Tourenprogramm 2016

Mit sechs abwechslungsreichen Motorradtouren, einem Sicherheitstraining, einem Endurotraining, zwei Endurowanderungen sowie einem Sommerfest starten wir für den ADAC Hessen-Thüringen in die Motorradsaison 2016. Hinzu kommen drei Tagestouren und ein gemeinsames Wochenende im Elsass, die wir für die vhs Main-Taunus anbieten.

Der Bodensee, Sardinien, Norwegen, der Hunsrück, das Waldviertel, die Pyrenäen, die Fränkische Schweiz sowie Vogelsberg, Rhön, Elsass und das Weiltal sind die attraktiven Ziele in den Monaten März bis Oktober.

Nachfolgend die aktuelle Terminübersicht. Ausführlichere Informationen findest Du unter dem Link „Motorradtouren 2016“, ganz oben auf dieser Seite oder durch einen entsprechenden Klick bei der jeweiligen Tour.

Für Rückfragen sehen wir gern zur Verfügung. Schreib einfach eine Mail an: kurvenfieber@mac.com

Wer mag, kann sich jetzt auch schon anmelden – manche Touren waren schon im Vorfeld sehr gefragt 😉

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ADAC MOTORRAD-TOUREN UND TRAININGS

Fr. 29.4. bis Sa. 30.4.2016
Sicherheitstraining & Tagestour
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Do. 5.5. bis So. 8.5.2016
Kurvenreich zum Bodensee
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Sa. 28.5. bis So. 5.6.2016
Sardinien
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Fr. 9.7. bis So. 17.7.2016
Geheimnisvolles Fjordland Norwegen
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29.7. bis 31.7.2016
Sommerfest im Hunsrück
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So. 14.8. bis Sa. 20.8.2016
Waldviertel
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Sa. 3.9. bis So. 11.9.2016
Pyrenäen
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Fr. 30.9. bis Mo. 3.10.2016
Langes Wochenende Fränkische Schweiz
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ADAC ENDURO-TOUREN UND TRAININGS

Fr. 25.3. bis Sa. 26.3.2016
Endurotraining
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Sa. 28.5. bis So. 5.6.2016
Endurowandern auf Sardinien
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Sa. 14.8. bis So. 20.8.2016
Endurowandern im Waldviertel
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VHS MOTORRADTOUREN 

Sa., 21.5.2016
Motorradtour in den Vogelsberg
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Sa., 18.6.2016
Motorradtour in die Rhön
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Sa/So 6.8./7.8.2016
Motorradwochenende im Elsass
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Sa. 8.10.2016
Motorradtour ins Weiltal
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Für Rückfragen sehen wir gern zur Verfügung. Schreib einfach eine Mail an: kurvenfieber@mac.com

Im Winter wird gebastelt

Die gelbe G/S kriegt ein neues „Gesicht“. Der langweilige rechteckige Scheinwerfer soll verschwinden, statt dessen eine LED-Einheit (mit Freigabe) verbaut werden. LED auch deshalb, weil diese „Leuchten“ viel weniger Strom verbrauchen, als die bisherige H4-Birne. Schließlich ist die Lichtmaschine meines Boxers nicht gerade die ergiebigste.

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Ein Pizza-Karton dient als Muster für eine Grundplatte, in die die drei Scheinwerfer eingebaut werden sollen – zweimal LED-Abblendlicht, einmal LED-Fernlicht. Dazu am „Rohrgeflecht“, links und rechts neben dem Tank, noch Zusatzscheinwerfer (ohne die heutzutage kein Motorrad mehr auskommt) und die alte BMW dürfte nicht wiederzukennen sein.

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Wenn so auch die Straße hell erleuchtet würde, wäre das optimal.

Die ersten Versuche sehen doch schon ganz vielversprechend aus. Mal sehen, wie sich das „Projekt“ so weiterentwickelt …

 

Vom Bliesgau bis zum Donnersberg

Es ist wie immer – am letzten Tag haben alle „Hummeln im Hintern“. Es ist gerade einmal viertel vor neun, da stehen die meisten schon abfahrbereit auf dem Parkplatz.

Auf kleinem, kurvenreichen Straßen suchen wir uns unseren Weg nach Landstuhl. In den Tälern hängt noch der Morgennebel, der Himmel zeigt erste blaue Flecken und auch die Sonne lugt ein wenig vom Himmel. Alte knorrige Apfelbäume säumen den Weg, die kleine roten Früchte hängen noch an den Zweigen. Es geht bergauf und bergab, immer wieder folgen wir mäandernden Bach- und Flußläufen und genießen jeden Kilometer. Für viele neigt sich mit der heutigen Tour die Saison dem Ende zu.

In Landstuhl treffen wir uns zur Kaffeepause. Im Wintergarten sitzen wir in großer Runde zusammen und schwelgen in Erinnerungen. Dieter ist vorbeigekommen und wird uns auf dem letzten Stück des Weges begleiten.

Es geht Richtung Donnersberg. In der „Burgstubb“ der Burgruine Falkenstein haben wir uns zum Mittagessen angesagt. Die letzten 68 Kilometer- und zum Schluss noch eine besondere Herausforderung: in Falkenstein windet sich die schmale Straße mit 25 Prozent Steigung und noch dazu in einer scharfen Linkskehre den Berg hinauf.

Gegen halb eins sind wir am Ziel. Noch einmal zusammen Mittag essen, dann fährt jeder individuell nach Hause. Ein Blick in die Speisekarte bietet für jeden etwas: die mächtige „Kanonenkugel“ und der ausladende „Hüttenteller“ sind so gewaltig, dass sie unbedingt im Bild festgehalten werden müssen.

Dann geht’s nach Hause. Wir sind uns einig: war wieder ein tolles (langes) Wochenende. Vom angekündigten Dauerregen keine Spur – statt dessen durchweg trockene Straßen und viele schöne Touren. Kalt war’s, aber schön. Gut, dass wir uns nicht haben Bange machen lassen.

Jetzt planen wir die Saison 2016 – in Kürze mehr …

Der Hüttenteller in der Burgstubb – ein beliebtes Fotomotiv.

Jeder Wald hat einen Namen

Es ist Samstag, noch einmal werden wir einen ganzen Tag lang zusammen Motorrad fahren. Heute hängen die Wolken tief, ausgerechnet – wo wir doch im Elsass ein paar Cols unter die Räder nehmen wollen.

Schnell ist die Grenze zu Frankreich erreicht und der rauhe Asphalt bietet ordentlich Gripp. Kurven und Kehren reihen sich aneinander, mal „stürzen“ wir uns von über 400 Höhenmetern wieder talwärts, einmal schrauben wir uns sogar auf über 600 Meter hinauf.

Die Temperaturen sind frisch, in manchen Dörfern riecht es nach brennendem Holz im Kamin. Immer wieder tauchen wir ein in bunte Wälder, von denen jeder einen Namen hat. Der steht jeweils stolz auf einem Holzbrett am Wegesrand geschrieben. Wir haben Glück: noch hängt das Laub an den Bäumen. Nur manchmal mahnen platt gefahrene Kastanien auf der Straße zu ein wenig Vorsicht.

Die erste Kaffeepause legen wir in der Burgruine „Haut-Barr“, oberhalb von Saverne ein. Rechtzeitig, bevor sich zwei große Touri-Busse „entlehren“, starten wir wieder die Motoren. Wieder jagd eine Kurve die nächste – um viertel nach zwölf erreichen wir den Abzeig nach Abreschviller. Da wollen wir zu Mittag essen.

Zu früh! Also Blinker links und noch mal hoch zum Col du Donon. 16 Kilometer geht es durch den Wald, bis hoch auf 820 Meter. Nur ein Auto müssen wir auf der gesamten Strecke überholen – kaum Verkehr, den ganzen Tag. Klasse!

Als wir das „Hotel de Cigognes“ erreichen, ist Stefan mit seiner Gruppe schon da. Gemeinsam essen wir zu Mittag, dann geht’s zurück ins Hotel. Wir schlagen einen weiten Bogen um Sarrebourg und fahren an zahlreiche Tümpeln und Seen vorbei, in denen Karpen gezüchtet werden.

In Sarrealbe können wir noch mal ein Kaffeepäuschen einlegen. Doch die Lust auf ein frühes Feierabendbier ist bei den meisten ausgeprägt. Also fahren wir direkt ins Hotel. Dort werden wir heute Abend wieder mit einem leckeren Essen verwöhnt werden. Bei den Temperaturen draußen müssen schon ordentlich Kalorien zugeführt werden 😉

Herrlich kurvenreiche Straßen im Elsass – immer wieder ein Genuss

Mehr als 9 Grad waren nicht drin

Die meisten können es kaum abwarten, dass wir endlich starten. Schon zehn vor neun stehen alle abfahrbereit auf dem Parkplatz und warten auf das „Morgengebet“ – die kurzen Erläuterungen zum Tag: Kaffeepause nahe Völklingen, Mittagessen an der Saarschleife bei Mettlach, Kaffeepause individuell für beide Gruppen. Und schon geht’s los.

Bei Temperaturen knapp über null Grad ist Motorradfahren schon eine Herausforderung. Aber Hauptsache es bleibt trocken – und das sollte es; den ganzen Tag.

Schnell ist die Grenze zu Frankreich erreicht. Wir touren über schmale landwirtschaftliche Wege und durch kleine Dörfer. Hin und wieder steht ein Bäcker mit seinen fahrbaren Verkaufsstand am Straßenrand; dann ist meist auch ein Franzose nicht weit, der eine Baguette, eingewickelt in ein weißes Stück Papier, nach Hause trägt.

Nach gut eineinhalb Stunden Fahrt der erste Stop: Kaffeepause. Endlich was Warmes. 9 Grad war die höchste Temperatur am Morgen – mehr sollte es den Tag über sich nicht werden.

Gegen halb eins erreichen wir das „Fährhaus“ an der Saarschleife bei Mettlach. Der Kanonenofen bollert vor sich hin, vor der großen Fensterfront fließt die Saar beschaulich vor sich hin und wir sitzen zusammen an einer großen Tafel und genießen, was die Speisekarte so bietet. Und das ist reichlich.

Gut gestärkt steigen wir wieder auf die Motorräder und treten den Rückweg an. Diesmal folgen wir dem Grenzverlauf auf der deutschen Seite. Ein Tankstopp wird zum Pit-Stopp, wie in der Formel 1: ich bin der erste, der tankt, also bin ich auch der erste der zahlt und könnte als erster schnell noch mal verschwinden. Da fast alle in der Gruppe dorthin wollen, könnte ich diese Zeit für einen außerplanmäßigen Kaffee nutzen. Das müsste klappen. Exakt! Noch bevor der Letzte den Schlüssel abgab, war die Tasse getrunken und ich am Motorrad.

Dafür gestaltete sich der „offizielle“ Kaffeestopp schwierig. Das Eis-Dolomiti in Großrosseln hatte schon geschlossen, die Pizza noch nicht auf, alle andren Gaststätten sagen nicht sonderlich einladend aus. Also: Blinkef links und kurz über die Grenze nach Petit-Roselle gefahren. Und siehe da: kaum in Frankreich fand sich sogleich eine Patissetie mit allem, was unser Herz begehrte.

Gut eine Stunde noch und wir waren wieder im Hotel, nicht ohne einen abenteuerliche Abstecher quer durch Sarreguemines.

Morgen wollen wir Richtung Saverne und dann ein paar Cols unter die Räder neben. Der angekündigte Frühnebel wird sich bis dahin hoffentlich verzogen haben. Sonst wird’s frisch auf den Höhenzügen …

Kurvenreich auf kleinen Straßen. Da wird einem bei Fahren warm ums Herz – auch wenn es sonst sehr kalt ist.

Die Unerschrockenen

So „schlimm“ wie befürchtet, ist es dann doch nicht gekommen. Nachdem die Wettervorhersage Tag für Tag ein wenig schlechter wurde, hatten wir schon Dauerregen und Temperaturen nahe null Grad befürchtet. Doch siehe da – wieder einmal alles anders.

Schon hinter Mainz waren die Straßen trocken. Die Temperaturen aber immer noch reichlich frisch. Dem „Zwiebelprinzip“ sei Dank, war das aber auszuhalten: die dicke Thermo-Unterwäsche, die schon bei der Lofotentour im September oder im Riesengebirge im Oktober, gute Dienste geleistet hat, als Grundlage, darüber T-Shirt, Fleecepullover, Neoprenweste, gefütterte Jacke und Regenkombi – solchermaßen ausgestattet ließ sich sogar die Fahrt über die Autobahn Richtung Saarbrücken aushalten. Natürlich Autobahn, weil ich wieder mal viel zu spät losgefahren bin.

Dafür war ich schon um halb vier da. Da standen bereits acht Motorräder vor dem Hotel. Schnell einchecken – und schauen, ob und wer um 16 Uhr zur angekündigten Tour da sein würde.

Alle! Die Straßen sind doch trocken, da können wir noch eine kleine Runde fahren, war die einhellige Meinung. Also los; mit letztlich elf Maschinen ging’s rüber ins benachbarte Frankreich. Auf möglichst kleinen Straßen, die es im Nachbarland reichlich gibt. Zweimal waren die nur Anliegern vorbehalten – stand zumindest auf den Schildern …

Kurz vor 18 Uhr waren wir wieder im Hotel, wo schon eine heiße Dusche sowie Silvi und Lothar auf und warteten. Damit war die Gruppe komplett.

Morgen wollen wir durch Frankreich an das Fährhaus an der Saarschleife fahren. 280 Kilometer sind geplant. Schauen wir mal 😉

Ein so schönes Sträßen, mitten durch den Wald. Und dann nur für Anlieger. Irgenwie schade, oder?

Ist denn schon Winter?

Die letzte Motorradtour für dieses Jahr. Am Donnerstagnachmittag wollen wir uns in Saarland treffen, um zum Saisonabschluss noch einmal im Drei-Länder-Eck zu touren. Das Hotel ist gebucht, die Routen ausgearbeitet, nur das Wetter scheint nicht zu passen. Schauer sind angekündigt und Temperaturen im einstelligen Bereich.

In einigen Regionen ist schon Schnee gefallen, das wird uns am Wochenende hoffentlich erspart bleiben. Und gegen die prognostizierte Kälte gibt’s lange Unterhosen.

Wir bleiben insofern optimistisch – wie immer. Wird schon nicht so schlimm werden. Für den Sonntag ist schließlich schon wieder strahlender Sonnenschein angesagt 😉

Schnee hatten wir im September erst auf 3000 Metern. Vier Wochen späte liegt die weiße Pracht schon auf 500 Metern.