Wetterkapriolen

Am vergangenen Wochenende fast 20 Grad und jetzt ein gewaltiger Temperatursturz. Mit der Kälte könnten wir ja noch umgehen, wenn aber die Straßen nass sind und die Temperaturen unter null Grad fallen, wird es mit dem Motorrad kritisch.

Genau das soll Freitag und Samstag der Fall sein. Leichter Schneefall in den Niederungen, geschlossene Schneedecke in den Höhenlagen – so lautet die Prognose, die vom RegenRadar bestätigt wird.

Kein Wetter zum Motorrad fahren

Und meine Teilnehmer? Die bleiben zuversichtlich. „Ich freue mich auf das Wochenende, obwohl der Wetterdienst für den Freitag Glätte in den Morgenstunden angekündigt hat“, schreibt mir der eine. Und dass er die besonders warmen langen Unterhosen schon eingepackt hat, ein anderer. Ein unerschrockene Truppe, wie es scheint.

Bislang hatten wir meistens Glück und häufig war das Wetter besser, als vorhergesagt. Diesmal aber bereitet uns der Gedanke an überfrierende Nässe Kummer. Mit der müssen wir vermutlich spätestens in einem der Waldstücke rechnen. Und von denen gibt es auf der geplanten Tour reichlich. Ein Risiko, das wir – anders als bei den sonst üblichen Wetterkapriolen – nicht einschätzen können.

Nach intensivem Überlegen rufe ich im „Gasthof zum Lahntal“ an, in dem wir fürs Wochenende Zimmer gebucht haben. „Ob wir die Tour vielleicht in den Mai verschieben können“, frage ich. Wenn das Wetter so wird, wie vorhergesagt, sei Motorrad fahren zu gefährlich, versuche ich zu erklären. Wir wollten gern dem Lauf der Lahn folgen. Deren Quelle liegt am Rande des Rothaargebirges – in 600 Metern Höhe. Auf zwei Rädern am Wochenende wohl kaum zu erreichen.

Die Hoteliers haben erfreulicherweise Verständnis. Wir schauen in den Kalender und finden im Mai schnell ein alternatives Wochenende. Toll, dass das so reibungslos geklappt hat. Selbstverständlich ist das nicht.

Alle, die beim Saisonstart dabei sein wollten, können auch am neuen Termin. Erneut schneien wird es dann hoffentlich nicht …

Da haben wir uns ganz schön was vorgenommen

Am ersten Wochenende im April starten wir offiziell in die neue Saison. Diesmal geht es an die Lahn. Am Freitagnachmittag werden wir einen ersten Abstecher an die Mündung in den Rhein unternehmen; am Samstag dann zum Mittagessen an die Quelle, am Rande des Rothaargebirge fahren. Und am Sonntag steht noch ein kurvenreicher Abstecher zur Westerwälder Seenplatte auf dem Programm.

Rund 600 Kilometer werden wir unterwegs sein und dabei 13.505 Höhenmeter „erklimmen“. Der höchste Punkt, den wir erfahren, wird bei 682 Metern liegen.

Unserer Tourenplan zum Saisonstart 2022

Wir haben die Strecken, die wir an den drei Tagen fahren wollen, auf unserer „Alltrail-Seite“ hochgeladen. Die findest Duunter diesem Link:

https://www.alltrails.com/de/widget/recording/220324-lahnwochenende-track-b0c7ae2?u=m

Rückfragen zu dieser oder allen anderen von uns angebotenen Touren beantworten wir gerne per Mail. Du erreichst uns unter kurvenfieber@mac.com

Ein kurzer Abstecher an die Lahn

Reicht die Zeit noch für ein Foto? Ich bin auf dem Weg nach Idstein, um einen beruflichen Termin wahrzunehmen. Weil das Wetter schön ist, nehme ich das Motorrad und toure durch die Ausläufer des Taunus in die alte Residenzstadt. Mein Weg führt vorbei an einem römischen Wachturm, dessen Überreste durch Zufall gefunden wurden und der vor einigen Jahren rekonstruiert worden ist. Ich liege gut im Plan. Zeit für ein Bild ist also noch.

Mehr Schein als Sein: ein Wachturm am Limes

Vier bis fünf Legionäre „wohnten“ in einem solchen Turm und sicherten die römische Außengrenze, die quer durch den Taunus führte. Schon damals nutze man „Fake news“: in den weißen Verputz wurden rot angemalte Linien geritzt, so dass von Weitem der Eindruck entstand, das Gebäude bestehe aus massiven Steinen …

Wenig später bin ich in Idstein, bis 1721 fast ununterbrochen Residenz der Grafen von Nassau-Idstein. Der mittelalterliche Stadtkern hat sich bis heute erhalten.

Idstein wurde als Etichenstein 1102 erstmals erwähnt.

Gut drei Stunden später sitze ich wieder auf dem Motorrad und kurz darauf in der Bäckerei. Mein Termin hat deutlich länger gedauert, als geplant; jetzt ist erstmal ein verspäteter Mittagssnack angesagt …

Lecker 😉

Um den angebrochenen Nachmittag sinnvoll zu nutzen, beschließe ich noch einen Abstecher nach Laurenburg zu unternehmen. Die gut 300 Einwohner zählende Ortsgemeinde wird am ersten April-Wochenende Ausgangspunkt unseres Motorradwochenendes zum Saisonstart sein. So nutze ich die Gelegenheit, schon mal einen Blick ins Hotel zu werfen und die nähere Umgebung zu erkunden.

Die Lahn fließt direkt vorm Hotel; im Hintergrund die Laurenburg

Vom Hotel zur Laurenburg sind es gut 1.000 Meter, ein Fußweg ist ausgeschildert. In gut 20 Minuten soll der 1090 errichtete, viergeschossige Bergfried erreichbar sein. Mal schauen, ob wir dazu Gelegenheit haben werden.

Die Sonne verschwindet so langsam hinter den Taunusausläufern, als ich mich wieder auf die gelbe G/S schwinge. Über den Winter sind die Zylinderköpfe überholt werden; jetzt muss ich 1.000 Kilometer fahren, damit diese schnellstmöglich nachgezogen werden können. Die ersten 200 werde ich heute schaffen.

Noch scheint die Sonne …

Auf den nächsten Kilometer folge ich dem kurvenreichen Verlauf der Lahn. Linkerhand lädt Kloster Arnstein zu einem weiteren Fotostopp. In die ehemalige Prämonstratenserabtei sind seit dem 1. Juni griechisch-orthodoxe Schwestern eingezogen. Die Arnsteiner Patres hatten es wegen Personalmangel und fehlender finanzieller Ressourcen zum 31.12.2018 „aufgegeben“. Jetzt trägt das wohl eindrucksvollste mittelalterliche Bauwerk an der unteren Lahn den Namen „Heiliges Kloster Dionysios Trikkis & Stagon“.

Ursprünglich war das Kloster mal eine Burg.

Als ich die Mündung der Lahn in den Rhein erreiche, ist es schon fast 18 Uhr. Den Plan, gemütlich über Land nach Hause zu fahren, muss ich leider verwerfen. Wenn ich mich auf die Bundesstraße werfe, sollte ich mit der G/S so gehen 19:30 Uhr vor der heimischen Garage ausrollen. Dann ist es noch nicht lange dunkel.

Ein Fotostopp, mit Sonnenuntergang, aber muss unterwegs noch sein. Quasi als krönender Abschluss der ersten längeren Tour in der Saison 2022 …

Fahren bis zum Sonnenuntergang – herrlich

Abendstimmung

Die gelbe G/S braucht möglichst schnell 1.000 Kilometer auf der Uhr. Über den Winter sind die Ventilführungen gemacht worden und recht bald sollen die Köpfe nachgezogen werden. Damit der alte Boxer ohne weiteren Werkstattaufenthalt in die neue Saison starten kann. Also wird jede sich bietende Gelegenheit genutzt, ein paar Meter zu fahren. Wenn dann noch eine so tolle Abendstimmung vorherrscht, sind auch kleine Touren ein Genuss …

Macht schon was her, die gelbe G/S

Motorradtouren für die vhs

Auf einer ganzen Seite haben die Motorradtouren Platz gefunden, die wir in diesem Jahr für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises anbieten. Zu finden im gedruckten Programmheft, das beispielsweise in vielen Buchläden oder Rathäusern im Main-Taunus-Kreis ausliegt.

Uns gefällt die Seite ausgesprochen gut. Vielen Dank für die tolle Gestaltung.

Natürlich finden sich alle Touren auch im Netz. Auf der Website der Volkshochschule kannst Du Dich sofort online anmelden. Die Gesamtübersicht aller Touren findest Du unter diesem Link.

Für Rückfragen stehen auch wir gerne zur Verfügung. Schreib einfach eine Mail an kurvenfieber@mac.com

Sie ist wieder da

Abholen hätte ich sie schon längst können: die weiße G/S. Seit Ende Oktober stand sie in der Werkstatt. Die Inspektion längst überfällig, vor allem aber musste dringend die Lichtmaschine getauscht werden. Während der letzten Touren des vergangenen Jahres war ich immer mit Batterieladegerät unterwegs. Meist lag die Ladespannung deutlich unter 13 Volt, so dass die Batterie stets nach zwei, drei Tourtagen leer gefahren war.

Abhilfe tat insofern dringend Not. Dabei war vor allem „mehr Power“ gefordert. Im Netz werden verschiedene Lichtmaschinen mit höherer Leistung angeboten. Entschieden habe ich mich letztlich für Silent Hektik. 410 Watt statt der bisherigen 280 – das ist doch ein Wort; zudem überzeugt die Beschreibung, wie das Mehr an Wärme, das durch die höhere Stromlast entsteht, abgeführt wird. Ansonsten droht möglicherweise der Hitzetod.

Kurz vor Weihnachten meldet der Meister Vollzug. Die neue Lichtmaschine samt angepasster Zündanlage sei eingebaut, alle Öle gewechselt, die Ventile neu eingestellt. Aber: bei der Probefahrt sei eine leicht rutschende Kupplung und ein deutlicher Ölfilm zwischen Motorblock und Getriebe festgestellt worden. Das lässt zumindest auf einen kaputten Simmerring schließen …

Doch es sollte schlimmer kommen: nicht nur die Dichtung, auch die Kupplung selbst und die Ölpumpe musste getauscht werden. „Wir haben auch mal ins Getriebe geschaut, da muss dringend eine Welle getauscht werden“, machte der Meister deutlich.

Hiobsbotschaft

Spätestens jetzt hätte der eine oder die andere vielleicht die Frage nach einem anderen Motorrad gestellt. Ich habe mich fürs Reparieren entschieden. Die weiße G/S fahre ich seit fast 30 Jahren, seither gab es erst eine größere Reparatur. Auf die lange Zeit gerechnet, ist die aktuelle Baustelle also garnicht so teuer. Ok, man kann sich das Ganze auch schön rechnen. Zumal, nach Murphys Gesetz, ein Unglück selten allein kommt …

„Alles richtig gemacht“, denke ich mir, als ich am Nachmittag wieder auf der weißen G/S sitze. Der Motor springt auf den ersten Knopfdruck an, läuft schön ruhig und hängt kraftvoll am Gas. Es macht wieder richtig Spaß den alten Boxer durchs kurvenreiche Geläuf von Unterfranken zu treiben.

Unterwegs in Unterfranken

Unterwegs entdecke ich in Rödermark eine kleine Bäckerei. Ruckzuck steht die BMW am Straßenrand; Zeit für eine improvisierte Pause. Mit einem Milchkaffee „to go“ und einem „Schweinsöhrchen“ setze ich mich auf eine kleine Mauer und genieße den Sonnenschein. Was für ein herrlicher Start in die neue Saison …

Kaffeepause am Straßenrand

Am frühen Abend bin ich wieder zu Hause. Das Wetter passt noch immer, in der Sonne sind die Temperaturen schon zweistellig. Im Schatten aber ist es noch reichlich frisch; gut dass die Akkus von Heizweste und beheizbaren Handschuhen recht lange halten. Die habe ich mir im Herbst geleistet – eine Investition, die sich bei Touren im beginnenden Frühjahr mehr als bezahlt macht.

In der Sonne sind die Temperaturen schon zweistellig

Ob ich die auch am ersten Aprilwochenende (noch) brauchen werde? Da soll es zum offiziellen Saisonstart für drei Tage an die Lahn gehen – hoffentlich …

Den Aufkleber gab es heute übrigens bei Zweirad Norton in Mömlingen. Ich habe gleich einen mitgenommen.

Solidarität ist wichtig

Ein kurzfristiger Auftrag …

Ich finde, das ist eine gute Gelegenheit, endlich auch mal die schwarze R 100 ein wenig auszuführen. Die offenen und furchtbar lauten Conti-Rohre sind gegen einen chicken Auspuff von Hattech getauscht, der sonor vor sich hin brabbelt, das Navi lässt sich schnell noch an den Lenker fummeln und alles, was ich für ein Wochenende brauche, sollte in den Tankrucksack passen. Denn Koffer hat die alte BMW (noch) nicht. 

Am Montag hatte der ADCA Hessen-Thüringen bei mir angerufen. Man wolle für die im Frühjahr erscheinende Regionalausgabe gern einen Tourentipp veröffentlichen, der die Länder Hessen, Thüringen und Sachsen miteinander verbindet. Ich würde doch viel Motorrad fahren; ob ich nicht Lust hätte … Text und Bilder müssten allerdings bis zum 15. November vorliegen. 

Die Prognose des Wetterberichts ist für die nächsten Tage grauselig. Nur am Freitag und Samstag soll es noch schön sein. Ich schaue in den Kalender, nehme mir den Freitag frei und sitze kurz nach sieben auf meiner alten BMW. Die darf – dank Saisonkennzeichen – nur noch bis Ende Oktober bewegt werden. Das passt. 

Es ist ein wenig diesig und mit 6 Grad auch ein wenig kühl. Da ich (aus Zeitgründen) die ersten 100 Kilometer Autobahn fahren muss, ziehe ich vorsichtshalber noch meine knallgelbe Regenjacke drübergezogen. So bin ich gut sichtbar und der Fahrtwind bleibt außen vor.

Kurz vor dem Start, um kurz nach sieben in der Früh.

Als es hell wird kämpft sich die Sonne durch die dicke Suppe und stimmt mich hoffnungsvoll. Die nächsten beiden Tage müssen einfach gut werden.

So langsam kämpft sich die Sonne durch den Nebel.

Nach etwas mehr als einer Stunde strammer Fahrt erreiche ich die Wasserkuppe. Hier habe ich mich mit Steve verabredet, der die Fotos für die Reportage machen soll. Wir schießen ein paar erste Bilder am Segelflugplatz und vom Radom. Die markante Kuppel gilt als Landmarke und damit prägend für die Region. Mit diesem Argument konnte einst der Abriss verhindert werden. Ursprünglich für militärische Zwecke erbaut, dient das Radom heute als Aussichtsplattform. 

Tolle Stimmung hoch oben auf der Wasserkuppe.

Unser nächstes Ziel ist Point Alpha an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Unterwegs halten wir mehrfach an, um Schafe zu fotografieren und ein paar Fahrszenen. 

Rhönschafe im Morgenlicht.

In der Zeit, in der Deutschland geteilt war, standen sich bei Point Alpha, an der innerdeutschen Grenze, die Truppen der NATO und die des Warschauer Paktes in Sichtweite gegenüber. Während des „Kalten Krieges“ hatten die Alliierten es für möglich gehalten, dass Russland nach Deutschland einmarschieren würde – wenn, dann wohl genau hier. Das Fatale: die Amerikaner hätten in einem solche Fall die Grenze nicht verteidigt (wie man heute weiß), so dass die „feindlichen Truppen“ wahrscheinlich erst am Rhein zum Stehen gekommen wären. Ein gruseliger Gedanke …

Eine ganz neue Perspektive von Point Alpha. Rechts der Wachturm der Amerikaner.

Auf kleinen Straßen – häufig mit schlechtem Belag – ging es dann weiter zur Wartburg. Martin Luther hat hier die Bibel ins Deutsche übersetzt. Dabei soll ihm der Teufel erschienen sein, dem er ein Tintenfass hinterherwarf. Das Loch in der Wand sieht man noch heute …

Wir hätten gern ein Bild gemacht, mit der Burg im Hintergrund und vorne das Motorrad fahrend. Tatsächlich finden wir die passende Stelle und halten in einer kleinen Bucht neben der Straße. Von hier führt ein schmaler Weg auf eine Anhöhe, von wo aus wir einen tollen Blick auf die einstige „Warte“ hatten. Nur das Motorrad haben wir da nicht raufgekriegt …

Die Wartburg mal aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Nicht weit entfernt liegt Niederdorla. Wenn man den nördlichsten Punk Deutschlands mit dem südlichsten verbindet und den östlichen mit dem westlichen findet sich im Schnittpunkt der beiden Linie der Mittelpunkt Deutschlands. Den markiert heute ein großer Stein und eine Kaiserlinde. Nicht weit entfernt liegt das „Opfermoor“. 

Es gibt auch andere Methoden, den Mittelpunkt Deutschlands zu ermitteln …

Die letzten 75 Kilometer zum Kyffhäuser waren reine Kilometerfresserei auf breiten Bundesstraßen. Das „Thüringer Becken“ ist fahrerisch nicht sonderlich attraktiv. Am Ende aber liegt die alte Bergrennstrecke am Kyffhäuser. Und da wollten wir mit den letzten Sonnenstrahlen noch ein paar Fotos auf der alten Bergrennstrecke machen. Hat geklappt, sogar Bilder mit der Drohne.

Gegen 17 Uhr wollten wir im Thüringer Hof in Bad Frankenhausen sein. Steve hat fürs Magazin noch ein Interview mit dem Chef gemacht; ich konnte endlich einen Kaffee trinken. Seit heute Morgen waren wir nur unterwegs, für richtige Pausen war keine Zeit. Ein mitgebrachtes Brot und Kaffee aus der Thermoskanne mussten reichen. Dafür entschädigte das Abendessen: erst eine kräftige Soljanka mit Crème fraîche dann Thüringer Rostbrätel (eine marinierte Scheibe vom Schweinenacken, die über Holzkohle gegrillt wird) mit Schmorzwiebeln und Bratkartoffel, anschließend noch ein Nachtisch: Rote Grütze mit Vanilleeis – einfach lecker.

Vor dem Schlafengehen bin ich kurz noch mal zur Oberkirche spaziert. Deren Turm neigt sich mittlerweile deutlich mehr zur Seite als der schiefe Turm von Pisa. Das musste ich mir natürlich noch anschauen.

Ganz schön schief, der Kirchturm von Bad Frankenhausen.

Als ich am Samstagmorgen in Bad Frankenhausen los gefahren bin, war es wieder sehr nebelig und ausgesprochen kalt. Die Sonne kämpfte, konnte sich aber noch nicht durchsetzen. Die Wiesen und Felder links und rechts der Straße waren mit Raureif überzogen, der Asphalt aber (noch) trocken.

Wieder kämpft sich die Sonne durch den Morgennebel

Ein Stück Autobahn lag vor mir, um rechtzeitig in Greiz sein zu können. Ich habe lange überlegt, ob das bei den geringen Sichtweiten eine so gute Idee sei. Aber, kaum auf der Bahn, war der Nebel weg 😉

Ein erstes kurzes Päuschen habe ich in der Klassikerstadt Weimar eingelegt, die ersten Fotos haben wir in Greiz gemacht, der „Perle des Vogtlandes“; ein wirklich sehr malerisches Städtchen.

Fotostopp in Greiz

Nicht weit davon die Göltzschtalbrücke; die größte Backsteinbrücke der Welt. Die wurde aus Ziegeln gebaut, weil der dafür benötigte Lehm in der Nähe reichlich vorhanden war. 1846 wurde mit dem Bau begonnen, täglich wurden rund 50.000 Ziegel gebrannt. Man mag sich garnicht vorstellen, was da damals los war.

Blick auf die imposante Göltzschtalbrücke, über die heute noch die Eisenbahn fährt.

Dann waren „nur noch“ Fotofahrten angesagt. Wir hatten uns eine nette Kurve rausgesucht und durch die musste ich mindestens 20mal fahren. Mal wurde mit dem Tele fotografiert, dann mit dem Weitwinkel. Mal musste ich mehr rechts fahren, dann wieder mehr links. Hat aber Spaß gemacht …

Gegen Mittag hatten wir alles im Kasten und ich konnte wieder nach Hause fahren. Die ersten Kilometer auf dem Rückweg war ich noch auf kleinen Straßen unterwegs. Und so konnte ich am Waldrand ein schönes „Abschiedsfoto“ zur Erinnerung machen.

Das letzte Bild bei Sonnenschein

Die ersten 140 Autobahnkilometer nach Hause waren monoton, aber erträglich. Kaum hatte ich in Knetzgau zum Tanken angehalten – und um endlich was essen zu können – fing es an zu regnen. Die restlichen 220 Kilometer waren dann naß und kalt …

Gleich nach der Pause fing es an zu regnen …

Insgesamt liegen zwei tolle Tage hinter mir. Die alte R 100 hat sich wacker geschlagen. Nur die Kupplung trennt schlecht. Manchmal war es schwierig den Leerlauf einzulegen. Das wird sich beheben lassen. Im März darf sie wieder auf die Straße …

Die letzten Tage noch mal ausgenutzt. Auch wenn es am Ende doch noch mal nass wurde …

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vhs-Touren 2022

Mit einer kurzweiligen vhs-Tagestour zur „Fleckenmauer“ in Flörsheim-Dalsheim haben wir die diesjährige Motorradsaison beendet. Los ging es mit dem Sonnenaufgang. Zu Hause waren wir erst mit der letzten Dämmerung. Auch diesen Tag haben wir optimal genutzt 😉

Start zur letzten vhs-Tagestour in diesem Jahr. Die Sonne war gerade aufgegangen.

Die neuen Tour-Termine, die wir für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises im Jahr 2022 anbieten, stehen bereits fest. Wir würden uns freuen, wenn auch diese Euer Interesse finden würden.

Los geht es am Samstag, den 9.4.2021, mit dem Saisonstart im Odenwald. Da hält der Frühling schon recht zeitig Einzug. Wir wollen Richtung „Lärmfeuer“ unterwegs sein. Diese alte „Alarmlinie“ zog sich einst vom Rhein bis nach Würzburg. Wenn Gefahren drohten, wurde aufgestapelte Holzscheite angezündet und so mit Feuer und Rauch beispielsweise vor Angreifern gewarnt. 

Am Samstag, den 7.5.2021, wollen wir noch einmal die „Schokokuss-Manufaktur“ im Vogelsberg besuchen. Dort können wir zuschauen, wie diese schaumigen Leckereien produziert werden – und natürlich auch probieren.  Für jeden Teilnehmer gibt es noch eine kleine Kiste mit Schokoküssen als Wegzehrung dazu 😉 Wir denken, dass das Interesse an diesem Termin genauso groß sein wird, wie beim ersten Mal …

Das gilt auch für unser Motorradwochenende in der Rhön. In diesem Jahr waren wir da ja den „Perseiden“ auf der Spur, Sternschnuppen am Rande der Kassiopeia. Deren Erscheinen fällt mit dem Gedenktag an den Märtyrer Laurentius zusammen, der im Jahr 258 in Rom auf einem glühenden Eisenrost zu Tode gefoltert wurde. Deshalb werden die beeindruckenden Sternschnuppen-Schwärme auch „Tränen des Laurentius“ genannt. Diesmal soll es nicht um Sterne sondern um den Mond und seine Geschichte gehen. Davon wollen wir bei einem nächtlichen Spaziergang unter fachkundiger Führung erfahren. Termin ist das Wochenende (Sa./So.) 9./10.7.2021

Hoch hinaus geht es auch am Samstag, den 27.8.2021. Da wollen wir das „Frau Holle-Land“ am Hohen Meißner für uns entdecken.

Die Abschlusstour findet am Samstag, 9.10.2021 statt. Nachdem uns das kurvenreiche Gelbbachtal in diesem Jahr richtig begeistert hat, wollen wir da bei der letzten vhs-Tour im Jahr 2022 noch einmal richtig schön Motorrad fahren.

Sobald die vhs die Termine ins Netz stellt, geben wir Dir gerne Bescheid, damit Du Dich dann gleich anmelden kannst. Die jetzige Übersicht schafft Dir Möglichkeit, die für Dich interessanten Termin schon mal im Kalender einzutragen.

Wir fanden, auch die Saison 2021 war wieder eine kurzweilige und abwechslungsreiche. Ein herzliches Dankeschön an alle, die bei der einen oder anderen Tour mit dabei waren. Es hat Spaß gemacht – wir freuen uns insofern auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. In gut sechs Monaten werden wir wieder aufs Motorrad steigen …

Fahren bis weit in die Dämmerung. Eines der tollen Erlebnisse bei der diesjährigen Saisonabschlusstour der vhs

Die Weser gibt die Richtung vor

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir gestartet – dann kam der Nebel. Und so war die Aussicht vom Weser-Skywalk recht bescheiden, die Stimmung, die die Sonne durch die nebelverhangenen Bäume zauberte, dafür umso faszinierender. Weiter ging´s nach Bodenwerder, in die Geburtsstadt des Lügenbarons Münchhausen und am Nachmittag zu Peppers Ranch. Da wollten einige unserer Teilnehmenden gern mal mit Alpakas wandern. War ein tolles Erlebnis.

Eine kleine Zusammenfassung dieses Tages findest Du im nachfolgenden „Video“.

Weitere Berichte folgen

Gelungener Saisonabschluss

Das Weserbergland war das Ziel unseres diesjährigen Wochenendes zum Saisonabschluss. Von Freitagmittag bis Sonntagmittag waren wir eigentlich mit 16 Motorrädern unterwegs, um von Gießen aus einen kurzweiligen Stopp in Bodenwerder, dem Geburtsort des „Lügenbarons“ Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, einzulegen.

Der erste Tag führte uns von der Lahn bis kurz hinter Kassel. Wir haben das Erlebte in einem kurzen Video zusammengefasst. Weitere Infos folgen.

Die Filme zum Samstag und Sonntag folgen in Kürze …

Das Video zum zweiten Tourtag, mit Abstecher zum Weser-Skywalk und einer Alpaka-Wanderung, findest Du hier.