Archiv der Kategorie: GPS-Neuigkeiten

Telekom zockt und ärgert Bestandskunden

Es wäre ja auch zu schön gewesen, jetzt schon das ganz neue iPhone zu bekommen. Nachdem die neueste Generation dieses Wahnsinnsgeräts endlich über eine vernünftige Navigationslösung verfügt, hätte ich gern sofort zugegriffen. Auf meinem alten iPhone gibt es nämlich ein paar nette Applikationen, die beispielsweise Fotos, die mit dem Telefon aufgenommen wurden, mit den aktuellen Längen- und Breitengraden versehen. So lässt sich später in google-maps exakt nachvollziehen, wo genau die Bilder aufgenommen wurden.

Da mein altes iPhone, eines der ersten Generation, nicht wirklich mit GPS-Daten umgehen kann – die Abweichung zum jeweiligen Standort kann 700 Meter und mehr betragen – bin ich an einer Optimierung natürlich brennend interessiert. Aber die Telekom zockt: Bestandskunden, deren Vertrag noch keine 18 Monate lang gilt, sollen 20 Euro „Ablöse“ pro „fehlendem Monat“ zahlen. Unverschämt, oder?

Ich bin gespannt, ob die Nachfrage nach dem neuen iPhone wirklich so gewaltig ist, wie eine solche Regelung vermuten lässt. Oder ob die Telekom nicht schon recht bald feststellen wird, dass Geld allein nicht glücklich macht und verärgerte Bestandskunden sich möglicherweise nach entsprechenden Alternativen umschauen werden. Das wäre dann doppelt dumm – für die Telekom und für Apple.

Routenverlauf in google-maps

Es klappt tatsächlich! Lange Zeit haben wir nicht gewusst, wie wir gefahrene Strecken, die als Track vorliegen – weil wir das GPS unterwegs haben „mitlaufen“ lassen -, in google-maps darstellen können. Jetzt haben wir gleich zwei Programme gefunden, die uns das ermöglichen.

Da beide Unterschiedliches bieten, haben wir die jüngste Tagesfahrt für die vhs Main-Taunus mal in beiden Programmen abgebildet. Welches gefällt Dir besser?

Everytrial:
http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=228341

Oder GPSies:
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=cximzedxosszuehj

Irgendwie sind sie ja beide toll und lassen sich zudem auf unserer Homepage integrieren. Jetzt müsste man nur noch die Zeit haben, all die schönen Touren, die wir bislang gefahren sind, nachzubearbeiten. Ach, das wäre schön …

Welche Strecken sind wir gefahren?

Schon lange suche ich nach einer Möglichkeit, die von uns gefahrenen Strecken für Euch alle sichtbar im Internet zu dokumentieren. Die vom GPS aufgezeichneten Tracks kann ich mir in Mapsource – dem Routingprogramm von Garmin anschauen – und vom PC auch in google-earth laden. In meinen Web-Auftritt konnte ich eine solche „Dokumentation“ aber bislang nicht integrieren.

Jetzt habe ich zwei schöne Programme gefunden: Everytrail und GPSies. Damit lassen sich Routen darstellen und teilweise sogar mit Fotos versehen. Ein bisschen ausprobieren konnte ich schon; demnächst wirst Du erste Ergebnisse auf meiner Homepage vorfinden.

Hast Du vielleicht weitere Vorschläge oder Ideen? Möglicherweise gibt es ja noch bessere oder leistungsfähigere Programme, die Du mir empfehlen kannst? Ich bin sehr gespannt.

Drohen bald Probleme beim GPS?

Haben wir ab 2010 ein Problem mit der Satelliten-Navigation während unserer Touren? Nach einer Meldung von „Spiegel-online“ könnten die Leistungen der auch am Motorrad mittlerweile weit verbreiteten GPS-Geräte schon im nächsten Jahr eingeschränkt sein.

Hintergrund sind Warnungen des US-Rechnungshofes, der darauf aufmerksam macht, dass alte Satelliten, die nicht wie geplant ausgetauscht wurden, bald schon ausfallen könnten. Aufgrund von Verzögerung bei der Entwicklung sowie einer Überschreitung des Budgets um rund 870 Millionen Dollar sei der geplante Austausch ins Stocken geraten.

Um fehlerfrei funktionieren zu können braucht das GPS-System eine Mindestkonfiguration von 24 aktiven GPS-Orbitern im All. Derzeit kreisen 31 Satelliten um die Erde. Für die Navigation selbst ist der Kontakt zu mindestens vier Satelliten notwendig; die Berechnung von Routen ist umso genauer, je mehr Satelliten dafür herangezogen werden können.

Bei einer GPS-Konfiguration von 24 Satelliten stehen für die Navigation vor Ort, in gut 40 Prozent aller Fälle, acht Satelliten gleichzeitig zur Verfügung. Fallen zwei der 24 Orbiter aus, sinkt diese Quote schon auf unter 30 Prozent. In der Stadt oder im Gebirge, wo Teile des Himmels verdeckt sind, sind häufig schon jetzt nur die vier zur Navigation unbedingt erforderlichen Satelliten „sichtbar“ – manchmal auch weniger.

Sollte es beim dem von den US-Miliärs betriebenen GPS-System tatsächlich zu Beeinträchtigungen kommen, könnten eventuell Signale anderer Navigationssysteme mitbenutzt werden. Das russische System „Glonass“ soll kurz vor der Einführung stehen; „Galileo“, Europas Antwort auf GPS, verzögert sich hingegen weiterhin. Allerdings müssen GPS-Geräte die Signale der beiden Konkurrenten „verstehen“ können.

Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hält man es für sehr unwahrscheinlich, dass die Zahl der verfügbaren GPS-Satelliten tatsächlich auf unter 24 sinkt. So lange dem so ist, kann der heutige Standard gehalten werden. Also doch kein Anlass zur Sorge?

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,624009,00.html

US-Bericht „GPS – Significant Challenges in Sustaining and Upgrading Widely Used Capabilities“, Link: http://www.gao.gov/products/GAO-09-670T

Einschränkungen

So schön das neue Navi auch ist, ganz kann es mich nicht überzeugen. Dieser Tage bin ich beim DRK in Hofheim vorbei gefahren und habe einen Wegpunkt gesetzt. Anhand der Koordinaten können alle, die am nächsten Wochenende unseren Erste-Hilfe-Kurs besuchen (und GPS am Motorrad haben) die Rot-Kreuz-Geschäftsstelle leichter finden.

Dummerweise lassen sich die Koordinaten von gesetzten Wegpunkten am nüvi 765 nicht direkt auslesen. Eine Nachfrage bei Touratech hat ergeben, dass eine solche Funktion wohl nicht vorgesehen sei. Also muss ich die Wegpunkte auf den PC kopieren und mir die Koordinaten dann raussuchen.

Schade eigentlich, denn beim Abspeichern werden die Koordinaten auf dem Display unter dem Stichwort „Aktuelle Position“ angezeigt. Und wenn ich einen bestimmten Punkt ansteuern will, kann ich am 765 auch Koordinaten eingeben. Die dritte, und eigentlich folgerichtige Option, sich Koordinaten von vorhandenen Wegpunkten anzeigen zu lassen, aber gibt es nicht. Merkwürdig, oder?

nüvifone

Schon vor einem Jahr wurde das „nüvifone“ angekündigt, der Verkaufsstart aber immer wieder verschoben. Jetzt scheint das „routingfähige Telefon“ von Garmin kurz vor der Markteinführung zu stehen.

Unter anderem auf den Internetseiten der österreichischen Zeitung „Die Presse“ findet sich ein Artikel, der von einem „nüvifone G60“ mit Touchscreen und Linux-Betriebssystem“ berichtet. Die 4 GB Speicher „on board“ ließen sich über einen SD-Karten-Slot auf 16 Gigabitye erweitern. Zudem verfüge das nüvifon, von dem es auch eine abgespeckte Version namens G20 geben soll, über eine 3-Megapixel-Kamera, die Geotagging beherrsche.

Preise und Erscheinungstermin seien jedoch noch nicht bekannt. Auf dem „Mobile World Congress 2009“ in Barcelona wäre aber schon groß Werbung gemacht worden. Das klingt doch alles sehr vielversprechend.

Nachdem es im Juni wohl auch ein neues iPhone geben wird, kommt man richtig ins Grübeln, welches Telefon künftig wohl das richtige ist. Wie gut, dass mein Vertrag in Kürze ausläuft. Technik kann ja so verführerisch sein …

Karten-Update

Irgendwie ist es doch kurios: Als wir 2007 nach Irland gefahren sind, hat Garmin in seinem Karten-Update endlich Feindaten für die Insel zur Verfügung gestellt. Da war auf dem Navi jeder Feldweg zu sehen! 2008 ging es nach Masuren – und das damals aktuelle Karten-Update beinhaltete endlich auch die Feindaten von ganz Polen.

In diesem Jahr wollen wir ins Baltikum – und siehe da, die neueste Software beinhaltet nun auch Feindaten für Litauen; unser nördlichstes Ziel dieser Reise. Nur Russland ist nach wie vor ein weißer Fleck auf der digitalen Landkarte. Wenn wir durch Kaliningrad und Richtung Kurische Nehrung fahren, werden wir uns, wie früher, anhand von Landkarten orientieren müssen. Das können wir glücklicherweise noch immer.

Ein neues Navi

Eigentlich war ich mit meinem alten GPS 2610 von Garmin ganz zufrieden. Doch seit ich den Transit mit einer Gasanlage ausgestattet habe, vermisse ich die Möglichkeit, mir übers Navi die nächste LPG-Tankstelle anzeigen zu lassen.

Garmin bietet auf seiner Homepage neuerdings entsprechende Plug-ins an, aber die funktionieren natürlich nur mit den neuesten Geräten. Also habe ich mir, und damit allen, die in diesem Jahr den Transit bei unseren Touren fahren, ein neues Navi gegönnt – einen nüvi 765. Der Unterschied ist schon gewaltig: Die 3-D-Anzeige erleichtert das Navigieren; Spurassistent und TMC sowie die Anzeige der maximal zulässigen Höchstgeschwindigkeit sind Gimmicks, auf die man schon bald nicht mehr verzichten möchte.

Dafür ist das Setzen von Wegpunkten schwieriger und die individuellen Einstellmöglichkeiten sind deutlich eingeschränkt. Konnte ich mir beim 2610 noch die Restfahrstrecke in Kilometern, die voraussichtliche Ankunftszeit, die Zeit bis zum nächsten Abbiegepunkt sowie die Höhe über NN gleichzeitig anzeigen lassen, lässt der nüvi 765 nur eine dieser Optionen zu.

Irgendwie merkt man, dass Garmin mehr auf die „Masse“ setzt, die so spezielle Anwendungen wohl nicht braucht. Das zeigt sich auch beim Nachfolger des GPS 267 C, den ich am Motorrad einsetze, und der nur noch ein „aufgeblasener“ nüvi zu sein scheint. Deshalb werde ich den 276 C so lange nutzen, wie es nur geht.

Matthias ist wieder da

Ich bin glücklich. Wenn es ein Problem mit meinen GPS-Programmen gab, war Matthias Zörcher, von Touratech Mitte, immer mein Ansprechpartner. Vor drei Jahren etwa ging nach der Installation der „GPS-Topo“ für die französischen Alpen gar nichts mehr. Und das nur ein paar Tage vor der nächsten Tour!

Also bei Matthias angerufen, ins Auto gesetzt und hingefahren. Schnell stand fest: Irgendetwas schien mit der internen Registrierung nicht in Ordnung zu sein. Nach ein paar kryptischen Befehlen auf mir bislang verschlossenen Ebenen des Programms ging wieder alles. Toll!

Vor ein paar Wochen wurde Touratech-Mitte geschlossen. Von nun an war guter Rat teuer. Doch jetzt ist Matthias wieder da. Beim Suzuki-Händler Wolff in Lampertheim ist er gerade dabei, einen neuen GPS-Laden aufzuziehen. Ich war schon mal da und habe mich beraten lassen, soll es doch im August unter anderem nach Kaliningrad/Russland gehen. Für jene Region gibt es meines Wissens nach noch keine routingfähigen Karten. Matthias will sich jetzt mal schlau machen …

Wer eine gute Beratung braucht oder GPS-Geräte mit einem ordentlichen Service kaufen will, die E-Mail-Adresse lautet: mz@gps-factory.de