Monatsarchiv: Juni 2013

Dreimal auf 1800 Meter

TOURBERICHT GROSSGLOCKNER
Montag, 17. Juni 2013 | 2. Tag

Schade, dass der Dienter Sattel wegen eines Murrenabgangs gesperrt ist. Zwar würde man sich irgendwie durchmogeln können – für Anrainer und Busse ist ein Befahren möglich – wenn es aber doch nicht klappen sollte, hätten wir eine gute Stunde „verloren“. Und da wir heute 350 Kilometer Strecke vor der Brust haben quälen wir uns erst mal über die viel befahrene Bundesstraße 311.

In St. Johann zeigen wir auf schmalen Nebenwegen nach Bischofshofen ab und legen in Filzmoos eine gemütliche Kaffeepause ein. Gut eine Stunde später sind wir am Stoderzinken. Das schmale kurvenreiche Sträßen windet sich elf Kilometer den Berg hinauf und endet in gut 1800 Metern Höhe an einen netten Gasthaus.

Nachdem wir uns, auf der sonnigen Terrasse sitzend, ausreichend gestärkt haben, ist der 1800 Meter hohe Sölkpass unser Ziel. Den haben wir fast für und allein. Auf der Passhöhe liegt an den Straßenrändern noch ordentlich Schnee, die Aussicht ist fantastisch – so hatten wir und das gewünscht.

Zurück geht es über den Radstädter Tauern. Dieter und „der kleine Uwe“ unternehmen vorher noch einen Abstecher zum Prebersee; wir müssen eine Tankstelle suchen ;-(

Ein gute Strudel und eine leckerer Milchkaffee sorgen am Nachmittag für die nötige Energiereserven. Gut 90 Kilometer liegen noch vor uns, in den Abendstunden soll der Dienter Sattel für den Allgemeinverkehr freigegeben sein – da könnte man …

Da es schon spät ist, entscheiden wir uns für die sicherere Variante und nehmen den direkten Weg. Gegen 19 Uhr sind wir wieder im Hotel und lassen uns gut eine Stunde später von der hervorragenden Küche des Landhaus Jausern verwöhnen.

Morgen heißt es für einige von uns früh aufstehen. Wir wollen zum Sonnenaufgang zum Großglockner. Da klingelt um 4:00 Uhr der Wecker!

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Fotostopp mit Blick auf das Dachstein-Massiv. Und das bei strahlendem Sonnenschein!

Gemütlicher Auftakt im Jausern

TOURBERICHT GROSSGLOCKNER
Sonntag, 16. Juni 2013 | 1. Tag

Strahlender Sonnenschein schon früh am Morgen. Der Himmel hellblau, in den Bergen hängen noch kleine Wolkenfetzen. Schon kurz nach 9 Uhr klettern die Temperaturen auf über 20 Grad. Wenn’s die Woche so bliebe, wäre das toll.

Nach und nach treffen die Teilnehmer ein. Der erste kurz vor Mittag, die meisten zwischen 15 und 17 Uhr. Groß ist die Wiedersehensfreude, die meisten kennen sich schon von früheren Touren.

Unter dem Sonnenschirm, nahe des Schwimmteich sitzend, genießen wir die Ruhe und relaxen ein wenig. Ab Morgen wird Motorrad gefahren – zwischen 250 und 350 Kilometer pro Tag. Erste Ziele werden am Montag Stoderzinken, Sölkpass und Radstädter Tauern sein. Bis auf 2000 Meter werden wir uns hinaufschrauben, auf kleiner kurvenreicher Strecke. Mal sehen, was unsere Teilnehmer dazu sagen.

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Entspannter Auftakt am Sonntagnachmittag. Wir starten ganz relaxt in die Motorradwoche am Großglockner.

Start in eine kurvenreiche Woche

Es geht ins Landhaus Jausern – endlich mal wieder. Einige Jahre liegt es nun schon zurück, dass wir bei Christa und Günther zu Gast waren. Statt mit 16 bis 20 Motorradfahrern „schlagen“ wir dort ab morgen mit gut 30 Personen auf. Die Nachfrage war unerwartet groß und wir wollten niemandem absagen.

Ich habe mich schon einen Tag früher auf den Weg gemacht. Im Ducato – mit zwei Maschinen und reichlich Gepäck der Teilnehmer im Laderaum. A3, A7, A8 und dann der Münchner Ring Richtung Salzburg, das war der Plan, der glücklicherweise aufging. Kein Stau, kaum Baustellen – alles lief flüssig.

Kurz vor der österreichischen Grenze dann runter von der Autobahn und über kleine Landstraßen gen Saalbach. Auf den Bergen liegt noch Schnee, dichte Wolkenfetzen schieben sich über die Gipfel. Die Bäche und Flüsse links und rechts der Straße immer noch angeschwollen. Massen an Geröll schieben sich immer wieder aus den Bergen auf die weiten Weisen. Der starke Regen der vergangenen Tage hat auch hier seine Spuren hinterlassen.

In den nächsten Tagen aber soll die Sonne scheinen. Wir freuen uns auf viele kurvenreiche Kilometer. Mal sehen, wo wir so unterwegs sein werden.

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Das gute Wetter kommt. Am Himmel sind schon blaue Lücken zu erkennen.

Mal Reinschnuppern in Basecamp?

Das neue Planungstool „Basecamp“ scheinen viele nicht zu mögen. Auf meine Kritik an der umständlichen und teilweise offensichtlich praxisfremden Handhabung hat Garmin Deutschland zwischenzeitlich reagiert und ein Telefongespräch vorgeschlagen, bei dem die Unklarheiten beseitigt werden sollen. Diese Gelegenheit würde ich gern nutzen, um Eure offenen Fragen „mitnehmen“ und ebenfalls zu stellen. Gibt es Punkte, die ich ansprechen sollte? Bitte hier im Feedback oder einfach per Mail an kurvenfieber@mac.com

Zwischenzeitlich überlegen wir, vielleicht kurzfristig mal einen Tageskurs „Basecamp“ zum Reinschnuppern anzubieten. Matthias Zörcher, der in Lampertheim GPS-Geräte und Zubehör vertreibt, würde uns dafür zur Verfügung stehen. Solltest Du daran Interesse haben, würden wir mal in den Kalender schauen, welcher Samstag denn noch frei wäre.

Wir würden den Kurs zum Selbstkostenpreis anbieten und eventuell optional noch eine Übernachtung dran hängen, dann könnten wir am Sonntag noch einen kleine Runde Motorrad fahren. Ist das ein Angebot? Interessens-Bekundungen am einfachsten per Mail an kurvenfieber@mac.com

Motorradtour

Die gemeinsame Tour als GPS-Route geplant macht unterwegs vieles einfacher. Ob aber wirklich alle Warnwesten tragen müssen?

Schweißtreibend aber schön

Das geht ordentlich auf die Knochen – und offenbart konditionelle Schwächen: so ein Endurotraining fordert uns schon ordentlich. Langsam fahren, die Maschine abwinkeln, Bremsen, Slalom, das Vorderrad belasten, enge Kehren, im leichten Drift um die Kurve – das volle Programm!

Von 10 bis 17 Uhr trainieren wir mit Feuereifer und bei strahlendem Sonnenschein; das muss dieser Tage ja schon besonders erwähnt werden. Kleine Verschnaufpausen und zahlreiche gute Tipps runden das Training ab. Und da wir nicht das erste Mal ein Endurotraining bei Guido gebucht haben, wissen wir, was mittags auf uns wartest: leckere Steaks!

Schnell ist der Grill aufgebaut und ein ordentliches Feuer erwacht. 16 Stücke Fleisch brutzeln auf offener Flamme, dazu gibts – wie immer – Nudel- und Kartoffelsalat. Traditionen sind doch was Feines 😉

Den Abend lassen wir auf der Terrasse des Landgasthofs Wildhof ausklingen. Ein leckeres Drei-Gang-Menü stärkt unsere „ausgelaugten Körper“ – wir müssen Kraft schöpfen für den nächsten Tag. Da wartet Tag zwei des Endurotrainings auf uns. Hoffentlich hält das Wetter; für den Sonntag sind Gewitter angekündigt.

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Was Süßes zur Belohnung. Das haben wir uns nach dem anstrengenden Training verdient.

Ein Wochenende für Erdferkel

Zwei Tage Endurotraining, bei hoffentlich gutem Wetter. Der heutige Auftakt war schon vielversprechend.

Kurz nach 16 Uhr stand eine kleine kurvenreiche Motorradtour nahe Langgöns auf dem Programm. Gut eineinhalb Stunden konnten die Teilnehmer bei herrlichstem Sonnenschein auf vorwiegend kleinen Sträßchen unterwegs sein. Die waren alle asphaltiert.

Das wird morgen und am Sonntag anders sein: beim Endurotraining werden wir uns nur auf losem Untergrund bewegen – toll!

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Gutes Profil ist die „halbe Miete“ beim Enduro fahren. Und ein geeigneter Reifen mit „ordentlich“ Stollen – der hier taugt nur bedingt.

Basecamp: Und es geht doch

Wir wollen ja fair sein. Also wird nicht nur gemeckert sondern auch nachgefragt. Am besten bei Garmin selbst. Denn die Reaktionen auf meinen Blogeintrag zur neuen Planungssoftware „Basecamp“ waren eindeutig: keiner findet dieses Tool gut.

Also habe ich eine Mail geschrieben und beim „Hersteller“ selbst mal nachgefragt, wie es denn sein könne, dass „Basecamp“ die Länge einer Tour nicht schon im Planungsstadium anzeigt? Oder dass als „Favoriten“ gesetzte Wegpunkte zwingend angefahren werden müssen. Das waren ja die Aussagen des Referenten vom „GPS-Competenze-Center“, der uns in Mömlingen eine kleine Einführung in „Basecamp“ gegeben hat. Und diese Aussagen decken sich mit den Erfahrungen vieler Nutzer.

Doch die Realität ist – hoffentlich – eine andere. Das zumindest lässt die offizielle Garmin-Stellungnahme vermuten. Darin heißt es:

1) Auch während der Routenplanung kann man mit einem Klick auf die Route (links in der Übersichtleiste) weitere Informationen (Länge, Höhenmeter etc.) zur Tour öffnen.

2) Man kann gesetzte Zwischenziele immer unterwegs über die Routenplanung einfach wieder herauslöschen- bei kritischen Punkten (bin mir nicht sicher ob ich diesen Punkt wirklich anfahren möchte) kann man daraus „Shaping Points“ in Basecamp machen – das heißt das Gerät ignoriert den Punkt sobald er daran vorbei gefahren ist und besteht nicht darauf das dieser Punkt angefahren wird.

Ersteres wurde durch einen Screenshot dokumentiert. Punkt 2 kann ich nicht beurteilen, da ich „Basecamp“ zum einen (noch) nicht nutze und sich dessen Funktionalität zum anderen nur auf neueren Navis erschließt. Bleibt also die spannende Frage, ob und wie es sich – bei der Planung oder während der Tour – vermeiden lässt, einmal als „Favoriten“ gesetzte Wegpunkte zwingen anfahren zu müssen. Ist der Tipp „Shaping Points“ brauchbar?

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Mit einem Klick auf „Route“ – links in der Übersichtsleiste – lässt sich auch während der Planung die Länge einer Route anzeigen.

Garmins Basecamp ist Mist – derzeit zumindest

Gestern Abend konnte ich an einem GPS-Kurs teilzunehmen, den „Zweirad Norton“ in Mömlingen angeboten hatte. Zu diesem „Touratech-Stützpunkthändler“ bringe ich meine alte G/S immer wieder gern zur Inspektion hin, weil die Jungs echt was drauf haben. Und da am Dienstag sowie die „Jahresdurchsicht“ angesagt war, konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – schließlich liegt Mömlingen nicht gerade um die Ecke.

Mein Interesse an diesem Kurs hatte die Ankündigung einer kurzen Einführung in „Basecamp“ geweckt – das ist die neue Planungssoftware von Garmin. Bisher war „Mapsource“ für mich das Maß aller Dinge; bei allen Versuchen, mal die neue Software auszuprobieren, war ich kläglich gescheitert. Also wäre ein wenig Anleitung nicht schlecht, dachte ich mir. Zumal Teilnehmer unserer Touren schon mit „Basecamp“ gearbeitet hatten und gar Wunderliches berichteten.

Um es kurz zu machen: derzeit taugt Basecamp – nach meiner Einschätzung – nicht zur Tourenplanung. Und dafür gibt zwei gewichtige und einen persönlichen Grund:

1.) Anders als „Mapsource“ zeigt „Basecamp“ während der Planung am PC nicht an, wie lang die gewählte Route ist. Bei „Mapsource“ sehe ich, während ich meine Wegpunkte setze, exakt die Kilometerangaben – und kann dann überlegen, ob ich noch einen Schlenker mehr einbaue oder vom letzten gesetzen Wegpunkt relativ direkt zum Ziel der Tour fahre. „Basecamp“ zeigt die Länge der Route erst an, wenn die Planung abgeschlossen ist. Das erscheint mir äußerst unpraktisch.

2.) Viel schwerwiegende aber ist, dass Wegpunkte, die ich unterwegs als mögliche Ziele einplane, während einer Tour nicht mehr gelöscht werden können. Ein Aussichtspunkt, ein Fotostopp, ein Gasthof, der als so genannter Favorit abgespeichert wird, muss zwingend angefahren werden! Wer von der Route abweicht, weil der Unterwegs-Stopp vielleicht in einer Baustelle liegt oder keine Zeit mehr für einen geplanten Fotostopp ist, wird von seinem Navi so lange zu diesem Wegpunkt geführt, bis dieser „abgearbeitet“ ist. Ob er will oder nicht, der gesetzte Punkt muss angefahren werden.

Auch „Mapsource“ versucht, den avisierten Stopp anzunavigieren. Weicht man hier aber von der Route ab und nähert sich dem nächsten Wegpunkt, wird das eigentliche Ziel ignoriert und auf der programmierten Route weitergefahren. Das gesetzte Wegpunkte in einer Route nicht gelöscht werden können, macht diese Software für mich unbrauchbar.

3.) Ein persönliches Ärgernis: „Basecamp“ läuft zwar endlich auf dem Mac, bietet aber offensichtlich nicht die Funktionalität wie auf Windows-Rechnern.

Die Mehrfunktionen die „Basecamp“ bietet, wiegen die eklatanten Nachteile nicht auf. Wenn die geschilderten Mängel behoben sind, mag die neue Planungssoftware eine nachdenkenswerte Alternative zu „Mapsource“ sein. Bis dahin aber ganz bestimmt nicht. Leider meinte der Referent des Abends, dass man mit den geschilderten Schwächen wohl noch eine Weile leben müsse. Schade eigentlich.

BaseCamp

Basecamp soll die Planungssoftware Mapsource ablösen. Derzeit hat das neue Programm aber noch gravierende Schwächen.

Wir bleiben optimistisch

Die Routen sind geplant, jetzt können wir ganz entspannt zu unserer Reise rund um den Großglockner aufbrechen. In zwei Wochen geht´s los, Mitte Juni werden sich insgesamt 27 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer auf die Reise gen Österreich machen.

Der Großglockner (na klar), die Rossfeld-Höhenstraße, die Postalm, der Sölkpass und der Radstädter Tauern, die Turracher Höhe und die Nockalm sowie die Zillertaler-Höhenstraße stehen unter anderem im „Pflichtenheft“. Fünf abwechslungsreiche Tagestouren haben wir im Programm und wollen dabei auch einen Abstecher zum Stoderzinken unternehmen. Das schmale kurvenreiche Sträußchen kann seit Jahren mautfrei befahren werden und bietet jede Menge Fahrspaß. Bei entsprechendem Wetter.

Auch wenn es in Österreich seit Tagen regnet und die Schneefallgrenze immer tiefer sinkt, sind wir doch optimistisch. Mitte Juni wird das Wetter gut. Nebel und Schnee werden uns dann, wie jetzt am Stoderzinken nicht mehr erwarten. Und dass es dort zwischenzeitlich auch mal ganz gut aussah, zeigt das Sieben-Tage-Video.

Stoderzinken

Momentaufnahme am Stoderzinken. Mitte Juni wird hier die Sonne scheinen – bestimmt …

Entdeckungsreisen im Jagsttal

Ende Juni geht´s für ein langes Wochenende ins Jagsttal. Von Donnerstag, den 27.6. bis Sonntag, den 30.6.2013 wollen wir hier zu ein paar abwechslungsreichen Motorradtouren aufbrechen. Noch gibt es ein paar freie Plätze.

Die Jagst zählt neben Kocher und Enz zu den drei größten Nebenflüssen des Neckars. 189 Kilometer ist die Jagst lang und weist in ihrem Mittellauf einen ausgesprochen ländlichen Charakter auf. Hier finden sich viele kleine Städte, die sich ihre mittelalterliches oder frühneuzeitliches Stadtbild weitgehend bewahrt haben. Burgen und Mühlen prägen zudem das Bild; durch die liebliche Landschaft schlängeln sich viele kleine kurvenreiche Straßen.

Und genau die wollen wir vier Tage lang unter die Räder nehmen. Motorrad fahren, Kaffee trinken, mal für ein schönes Foto anhalten, vielleicht auch einen Besichtigungsstopp einlegen. Abends schön Essen, nette Gespräche und am nächsten Morgen wieder rauf aufs Motorrad. Das klingt doch vielversprechend, oder?

Wenn Du beim langen Wochenende im Jagsttal dabei sein möchtest, schick uns einfach eine Mail an: kurvenfieber@mac.com
Wir melden uns umgehend.