Herbstwetter im Aostatal

Strahlend blauer Himmel am ersten Tourtag in der Schweiz. Kein Wölkchen ist am Himmel, als wir gegen 9 Uhr in Chatel aufbrechen. Vor der „Haustür“ liegt mit dem „Pas de Morgins“ auch gleich ein schönes Stück kurvenreicher Strecke, das uns talwärts nach Monthey führt.

Hinter Martigny zweigen wir auf den schmalen „Champex-Sattel“ ab, der eigentlich gesperrt sein soll. So steht es zumindest an den Schildern nahe der Zufahrt. Aber getreu dem Motto „Umdrehen können wir immer noch“ probieren wir es erst einmal. Eine gute Entscheidung: ein Teil der Straße wird neu geteert – aber nicht am Wochenende, so dass wir problemlos passieren können.

Kurz vor der Zufahrt zum „Großen St. Bernhard“ legen wir noch einen kurzen Kaffeestopp ein und genießen den herrlichen Sonnenschein. Oben am Berg, auf der italienischen Seite, scheinen sich dichte Wolken in der Gipfelregion zusammen zu drücken. Und in der Tat: kurz vor dem Gipfel wird es neblig, am Pass selbst reicht die Sicht kaum einen Meter weit.

Ganz langsam tasten wir uns die ersten Kehren vom Großen St. Bernhard hinunter. Im Aosta-Tal scheint heute der Herbst Einzug gehalten zu haben. Immerhin regnet es nicht und so schlagen wir uns wieder in die Berge und umfahren Aosta weiträumig.

In Ville-sur-Sarre finden wir sogar ein Restaurant, das – obwohl ziemlich abgelegen – heute geöffnet hat. Dank Christophs exzellenter Italienischkenntnisse wird aufgefahren, was die Küche hergibt: eine leckere Schinken- und Wurstplatte, gefolgt von Polenta mit Rehragout und Maronen. Zum Schluß noch einen kleinen Kaffee, dann kann es weitergehen.

Auf serpentinenreicher Strecke stürzen wir uns wieder ins Tal, um nahe Morgex auf den „Col San Carlo“ abzubiegen. Bei 1400 Höhenmetern stoßen wir durch die Wolkendecke und fahren nun Richtung Kleinen St. Bernhard. Je näher wir der französischen Grenze kommen, umso besser wird das Wetter.

Auf dem Pass selbst begrüßt uns strahlender Sonnenschein, vorbei ist es mit dem Nebel und tief hängenden Wolken, die uns in Italien über weite Strecken begleitet haben.

In La Rossiere gibt’s noch mal einen Kaffee mit herrlichem Blick auf die frisch verschneiten Berge, bevor wir auf einer kleinen Nebenstraße unser Hotel in Aime erreichen. Den eigentlich fàlligen Tankstopp verschieben wir auf morgen. Heute gibt es Benzin nur am Automat.

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