Tagesarchiv: 29/06/2009

Das war es mit der HUK

Es geht nicht nur um günstige Prämien, es geht auch um zufriedene Kunden. Dass sie Letzteres ein wenig aus den Augen verloren und Ersterem vielleicht zu viel Bedeutung beigemessen hat, wird die HUK zum Jahresende sicher merken. Nachdem sich die Versicherung beharrlich geweigert hat, mir eine grüne Versicherungskarte für Russland auszustellen, habe ich meinen Vertrag außerordentlich zum 30.6.2009 gekündigt. In einem langen Telefongespräch zeigte der zuständige Abteilungsleiter zwar großes Verständnis für meine Haltung, machte aber auch deutlich, dass man an dem getroffenen Beschluß festhalten wolle.

Fast alle KFZ-Versicherer stellen zwischenzeitlich eine grüne Versicherungskarte aus, die auch für Russland gilt. Nur die HUK tut dies nicht, weil sie offensichtlich das Kostenrisiko scheut. Statt dessen wird den Versicherungsnehmern zugemutet, an der Grenze eine separate Auslandsversicherungs abzuschließen – ein umständliches und mit zusätzlichen Kosten verbundenes Procedere, das mit der grünen Versicherungskarte nicht nötig wäre. Eine schlüssige Begründung für dieses Verhalten gibt es nicht – dafür aber Konsequenzen.

Die Kündigung nämlich; jetzt für mein Motorrad, zum Jahresende für alle anderen Fahrzeuge, die ich bei der HUK versichert habe. Mal sehen, ob sich das für das Unternehmen letztlich rechnet. Meine Kündigung allein wird nichts bewirken. Doch offensichtlich gibt es viele unzufriedene Kunden, denn Russland scheint nicht das einzige Land zu sein, für das die HUK zwischenzeitlich eine grüne Versicherungskarte verweigert. Und wenn die alle kündigen würden …

Ab 1.7.2009 habe ich meine BMW erstmal beim ADAC versichert und werde schon in den nächsten Tagen die gewünschte grüne Versicherungskarte in den Händen halten. 30 Jahre war ich bei der HUK versichert – jetzt ist Schluß. Schade eigentlich, aber konsequent.