Archiv der Kategorie: Sardinien 2010

Zurück aus Sardinien

Wir sind wieder da – aus dem sonnigen, vor allem aber kurvenreichen Sardinien! Ein ausführlicher Bericht unserer abwechslungsreichen Reise folgt in Kürze – während der Tour hatten wir leider nirgendwo Netzzugang über einen Hotel-Hotspot, so dass wir Dich erst in den nächsten Tagen über unsere Erlebnisse informieren können.

Vorab so viel: Wer vom Kurven fahren nicht genug bekommen kann, der ist auf Sardinien genau richtig. Hier gibt es kaum ein Stück gerade Straße. Und auch landschaftlich hat die Insel so einiges zu bieten. Wir waren ganz begeistert und werden in den nächsten Jahren sicher noch einmal wiederkommen.

Nachrücker – das Warten lohnt sich

Schon seit Wochen sind fast alle Touren, die wir in diesem Jahr anbieten, ausgebucht. So auch unsere kurzweilige Reise nach Sardinien, bei der wir – obwohl nun mit drei Gruppen unterwegs – immer noch drei Interessenten auf der Warteliste haben. Und die werden nun langsam ungeduldig, starten wir doch bereits in wenigen Tagen Richtung Italien.

Doch das Warten hat sich, zumindest für einen, gelohnt. Seit gestern gibt es wieder einen freien Platz – leider! Einem unserer Teilnehmer ist am Wochenende irgendwie die Straße ausgegangen. „Plötzlich war die Kurve da … viel zu schnell … und schon lag ich im Graben …“, hieß es am Telefon. Zum Glück ist nicht wirklich viel passiert – aber die Prellungen sind doch erheblich.

„Im Augenblick halte ich es keine zehn Minuten auf dem Motorrad aus,“ meinte der Betroffene, der glücklicherweise noch ein „Zweit-Motorrad“ in der Garage stehen hat. Wenn nur nicht das Fahren so höllisch weh täte. Und da niemand weiß, ob das bis zum nächsten Freitag anders sein wird, fiel die schwere Entscheidung, auf die Reise zu verzichten – sofern sich ein Nachrücker findet, der jetzt noch kurzfristig einspringt.

Den gibt es. Und so bewahrheitet sich nicht nur der Spruch, dass des einen Leid, des anderen Freud ist, sondern auch die Tatsache, dass Warten sich oftmals lohnen kann.

Wir drücken unserem verunfallten Teilnehmer ganz fest die Daumen, hoffen, dass er ganz schnell wieder gesund wird und das Motorrad kostengünstig wieder in Ordnung bekommt. Schließlich hat er auch noch Istrien gebucht – aber bis in den September vergehen ja noch ein paar Wochen …

Kaffee kochen – ein erster Versuch

Seit einem guten halben Jahr bin ich stolzer Besitzer eines Gas-Kartuschen-Kochers. Den hat mir im Herbst ein Teilnehmer geschenkt, nachdem ich in diesem Blog geschrieben hatte, wie schön es doch wäre, nach einem Picknick noch einen Kaffee kochen zu können – wenn ich denn einen Gas-Kartuschen-Kocher hätte. Und den habe ich jetzt.

Damit allein ist es aber nicht getan. Deshalb habe ich in den zurückliegenden Monaten gekauft, was nötig war – oder mir zumindest sinnvoll erscheint: Einen passenden Topf, um Wasser heiß machen zu können, noch einen Topf mit passendem Sieb, in dem der Kaffe überbrüht und der Prütt dann zu Boden gedrückt werden kann sowie einen Windschutz. Erika meinte nämlich, bei einem Gaskocher würde der Wind zum Problem werden. Und da Erika nicht nur Motorrad sondern auch einen VW-Campingbus fährt, muss sie es ja wissen.

Heute Abend war dann Premiere. Der Gaskocher wurde stilecht auf dem Alu-Topcase meiner G/S drapiert, Wasser in den Topf gegossen und die Flamme entzündet. In der Garage erwies sich der Windschutz als unnötig, das Kaffeewasser war ruckzuck heiß.

Stellte sich die Frage, wie viele Löffel Kaffee in „Kaffee-koch-Topf“ müssten? Zwei gestrichene Löchel für einen dreiviertel Liter Wasser sollten für´s Erste reichen. Beim Runterdrücken des Siebes schwappte natürlich Kaffee daneben, ebenso beim Ausgießen – aber insgesamt war der erste Testlauf zufriedenstellend.

Nur die Kaffeesorte muss ich unbedingt noch wechseln. Ein scharf gebrannter französischer Arabbica, der in vier Monaten sein Verfallsdatum erreicht, war nicht so überzeugend – um ehrlich zu sein: eigentlich ungenießbar. Aber das „Problem“ sollte lösbar sein, werde gleich morgen bei Tschibo vorbeifahren.

Vielleicht ergibt sich schon auf der bevorstehenden Reise nach Sardinien die Gelegenheit, mal am Straßenrand einen Kaffee zu kochen. Hoffentlich haben die Teilnehmer auch Tassen dabei. Hauptsache es weht kein Wind …

Frühstück um 9 Uhr

Es ist schon ärgerlich. Da baut die Deutsche Bahn in Alessandria ein neues Terminal für den Autoreisezug und versucht uns das als tollen Service zu verkaufen. Wäre es vielleicht auch, wenn die Fähren nach Sardinien nun schneller zu erreichen wären. Nach Genua etwa sind es von Alessandria aus nur gut 90 Kilometer. Doch von Genua aus fährt im Mai keine Fähre nach Sardinien – zumindest nicht an den Tagen, an denen der Autoreisezug in Alessandria ankommt.

Wir müssen nach Livorno, da, wo der Autoreisezug der DB AG über Jahre hinweg Station gemacht hat. Das bedeutet gut 300 Kilometer Wegstrecke, die wir uns bei einer abgestimmten Planung hätten „ersparen“ können.

Ersparen? – Natürlich werden wir für Euch eine tolle Route planen, wenn wir oberhalb des ligurischen Meeres durch die Berge zum Fährhafen fahren. Das ist gar keine Frage. Da unser Schiff wohl frühestens um 22 Uhr ablegt, werden wir auch ausreichend Zeit haben.

Am nächsten Morgen heißt es dann früh aufstehen. Um 7:30 Uhr sollen wir in Olbia anlegen. Also müssen wir uns wohl gut schon eine halbe Stunde zuvor in Richtung Autodecks begeben. Zeit für ein ausgiebiges Frühstück an Bord wird da nicht bleiben. Deshalb haben wir mit dem ersten Hotel, in dem wir auf Sardinien übernachten werden, vereinbart, dass wir gleich morgens zum Frühstück kommen.

Gut eine Stunde werden wir ab dem Fährhafen unterwegs sein, bis wir bei Fabrizio eintreffen. Da gibt es um 9 Uhr ein leckeres Frühstück. Und anschließend steht die erste ausgiebige Tagestour auf dem Programm. Am nächsten Tag geht´s dann hoch in die Berge. Mehr Infos dazu in Kürze auf unserer Homepage http://web.mac.com/kurvenfieber