NORMANDIE – So. 27.4.2025: Der alte „Pestfriedhof“ in Rouen ist mein erstes Ziel am Sonntagmorgen. Der ist in dem Gewirr von Einbahnstraßen und Straßen, die nur von Anliegern befahren werden dürfen, garnicht so leicht zu finden. Zumal einige Brücken, die über die Seine an andere Ufer führen, gesperrt sind. „Aître Saint-Maclou“ ist ein sehr ungewöhnlicher Ort. Im 16. Jahrhundert wurden hier die Toten, die die Pest dahingerafft hatte, aus Platzmangel in Beinhausgalerien bestattet. Heute lädt im malerischen Innenhof ein Restaurant zum Essen ein – irgendwie makaber …
Sehr beeindruckend ist der anschließende Besuch der nahegelegenen Kirche „Saint-Maclou“. Bei einem kleinen Zitronentörtchen entspanne ich mich, bevor mich der Weg zur Abbaye Saint-Georges führt. In deren Schatten genieße ich nach ausgiebiger Fototour einen leckeren Kaffee. Anschließend geht es an die Seine. Über den Fluß führen immer wieder Fähren, die umsonst genutzt werden können. Nach dem Bau der ersten Brücken sollten die eigentlich ihren Betrieb einstellen. Aber nach dem lautstarken Protest der Bevölkerung fahren sie noch immer …
Ein Stück der Strecke, die wir am Montag fahren wollen, ist gesperrt. „Für Anlieger frei“ steht auf dem Schild – das würde vielleicht gehen. Da im Uferbereich gebaut wird, werden wir besser eine Alternativroute planen.
Bei Barneville-sur-Seine bietet sich ein herrlicher Blick auf den Fluss; die schmale Strecke dorthin ist ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer aus der Region.
Als ich kurz nach 18:00 Uhr wieder im Hotel ankomme, sind die ersten Teilnehmer schon da. Morgen werden wir gemeinsam in die Normandie starten.














