Monatsarchiv: Juli 2009

Welchem Wetterbericht sollen wir glauben?

Bis Mittwoch war fürs Wochenende noch heftiger Regen prognostiziert. Heute können wir Hoffnung schöpfen. Zumindest die Vorhersage auf meinem iPhone sagt für Freitag Sonnenschein und für Samstag bedeckten Himmel aber keinen Regen voraus. Ganz anders hörte sich das am Abend in der Hessenschau an. Da war von kräftigen Schauern die Rede, die zumindest am Freitag über den Westen ziehen sollten. Für den Samstag sah es dann schon wieder besser aus.

Meist kommt es dann doch anders, als die Wetterfrösche uns glauben machen wollen. Ist auch egal. Wir fahren Motorrad! Sowohl am Freitag wie auch am Samstag! Und es wird schön werden, davon bin ich überzeugt. Wenn wir mit insgesamt 53 Personen (auf 46 Motorrädern) unterwegs sein werden, kann es doch gar nicht regnen. Zumal uns alle, die aus terminlichen Gründen leider nicht mitfahren können, ganz fest die Daumen drücken. Danke für die vielen netten entsprechenden E-Mails.

Einfach mal den Fachmann fragen

Wie bitte finden wir in Svetlogorsk folgende Adresse: „10 Vereschagina ul.“? Da steht nämlich unser Hotel, in dem wir übernachten werden, bevor es weiter Richtung Kurische Nehrung geht. Leider gibt es vom Kaliningrader Oblask noch keine digitalisierten Karten für meinen Garmin, so dass wir uns vor Ort wieder anhand einer Landkarte aus Papier orientieren müssen. Doch woher nehmen?

google-maps bietet lediglich eine grobe Orientierung und kennt die gesuchte Straßenangabe nicht. Im Internet gesucht, finde ich nur Anbieter, die historische Karten des ehemaligen Rauschen um das Jahr 1900 feilbieten. Was nun?

Rufen wir doch mal im „Landkartenhaus Angermann“ in Wiesbaden an, denke ich mir, die gut sortiert und fachkundig sind. Da hat man mir schon drei tolle Landkarten von Litauen, im Maßstab 1:200.000, besorgen können, die sonst nirgendwo aufzutreiben waren. Und auch diesmal spricht alles für die Kompetenz des Landkartenhauses: ein aktueller Stadtplan von Swetlogorsk kann bestellt werden und einer von der Stadt Kaliningrad gleich dazu. Prima. In einer Woche sollen beide da sein. Dann weiß ich auch, wie wir zum Hotel kommen. Nahe des Meers, am Waldesrand, soll es liegen …

Für mich hat sich wieder einmal gezeigt, dass das Internet vieles, aber nicht alles kann. Und wie wichtig es ist, Fachgeschäfte nicht nur zu Rate zu ziehen, sondern dort auch einzukaufen. Sonst gibt es sie irgendwann nicht mehr.

Toller Service – danke

Heute hatte ich die Gelegenheit, mir bei „Foto Oehling“ in Mainz Sonys neue Video-Kamera anzuschauen. HDR-TG7 heißt das aktuelle Modell, das über ein paar nette Gimicks verfügt, die mich interessieren könnten: Zum einen ist da die GPS-Funktion: Videos und Fotos werden mit den Koordinaten des Aufnahmeortes versehen, so dass sich immer nachvollziehen lässt, wo welcher Clip gefilmt oder welches Bild gemacht wurde. Zum anderen können während des Filmens nun Fotos in einer Auflösung von 2 Millionen Pixel gemacht werden. Das ist schon toll!

Allerdings nimmt Sonys „Neue“ Filme im AVCHD-Format auf. Und keiner konnte mir bisher sagen, ob und wie ich diese Art von Filmen in meinem Schnittprogramm weiterverarbeiten kann. Freundlicherweise konnte ich vor Ort ein paar Testclips auf mein MacBook Pro ziehen – um frustriert festzustellen, dass „meine“ Konvertierungsprogramme mit AVCHD nicht zurecht kommen.

Der freundliche Fachhändler meinte, ich solle die Clips doch auf einen sicher ebenfalls vorhandenen PC ziehen, sie dort mit „Edius_Neo“ konvertieren und anschließend in eine avi-Datei wandeln. Die könnte ich ja dann in iMovie importieren. Möglich – aber wieviel Zeit wird das in Anspruch nehmen? Während einer Motorradtour fallen hunderte von Videoclips an!

Also habe ich mal bei der Fachzeitschrift „videoaktiv“ nachgefragt, die ich des öfteren am Bahnhofskiosk kaufe. Die Antwort kam schnell und kompetent – vielen Dank! Mit der neuesten Version von iMovie soll ein bearbeiten möglich sein – entsprechende Hardware vorausgesetzt. Das werden wir gleich mal ausprobieren. Wäre toll, wenn´s klappt.

Kaffee und Kuchen

Oh je – da kommt meine arme Mutter aber ganz schön ins Schwitzen! Am Samstag starten wir während unseres alljährlichen Sommerfestes zu einer Tagestour, die uns unter anderem Richtung Lahn und Westerwald führen wird. Nach gut 70 Kilometern (oder gut eineinhalb Stunden Fahrt) wollen wir nahe Bad Camberg eine erste Kaffeepause einlegen. Da wir in der Nähe kein ansprechendes Gasthaus finden konnten, habe ich kurzerhand meine Mutter und meine Schwester gefragt, was sie davon halten, uns auf einem nahegelegenen Parkplatz mit Kaffee und Kuchen zu verköstigen?

Eine tolle Idee, fanden beide. Denn Zeit, des abends zum Essen zu kommen, haben sie nicht. Aber morgens, mal eben schnelll nach Bad Camberg fahren, dass ließ sich einrichten. Allerdings zählen wir bis heute mehr als 50 Teilnehmer!

Woher nun all die Kaffeekannen nehmen, um ausreichend „Heißgetränke“ bereithalten zu können? Und wieviele Bleche Kuchen müssen gebacken werden, damit jeder ein Stück abbekommt? Und wann sollten die Vorbereitungen beginnen, damit am Samstagvormittag alles fertig ist?

Ich bin sicher, die beiden kriegen das hin. Diese ungewöhnliche Kaffeepause wird uns allen sicher lange in Erinnerung bleiben. Hoffentlich spielt das Wetter mit …

vhs-Tagestour im world-wide-web

Wir haben den Verlauf unserer vhs-Tagestour in den Vogelsberg sowohl bei „GPSies“ wie auch bei „Everytrail“ hochgeladen, so dass Du die gefahrene Route noch einmal nachvollziehen kannst. Hier sind die entsprechenden Links:

GPSies: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=llnxmiscpsbrpymn

Everytrail: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=262500

Viel Spaß beim Anschauen – und bis zum nächsten Mal! Auch diese Tagestour hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Danke schön!

Wo kommen nur all die Baustellen her?

Heute haben wir für die Volkshochschule des Main-Taunus-Kreises eine schöne Tagestour durch den Vogelsberg angeboten. Mit insgesamt 16 Motorrädern waren wir unterwegs. Der drückenden Schwüle im Rhein-Main-Gebiet konnten wir recht schnell entfliehen und in Schotten die erste Kaffeepause einlegen. Hier, unterhalb des mehr als 700 Meter hohen Hoherodskopf, war es angenehm windig und von den Temperaturen her mehr als erträglich.

Verwundert haben uns unterwegs die vielen Baustellen, die uns manchmal zu Umwegen gezwungen haben. Mindestens zehnmal waren auf oder entlang unserer Strecke Straßen gesperrt. Überall wurde gebuddelt und gebaut! Auch kurz vor der geplanten Mittagsrast, die wir im Berggasthof auf der Herchenhainer Höhe eingelegt haben: In Sichenhausen wurden Rohre verlegt. Kein Durchkommen! Oder doch?

Mit dem Motorrad geht immer was! Auf schmalen Pfaden konnten wir uns am Rande des Dorfes an dem großen Loch in der Straße vorbeimogeln. Sonst hätten wir einen großen Umweg über Gedern fahren müssen. Auch auf der Weiterfahrt zur letzten Kaffeepause – mindestens zwei Baustellen. Da wird die Routenplanung zum Wagnis und der Zeitplan schnell Makulatur. Aber für ein Eis mit frischen Erdbeeren auf der Terrasse des Gasthofs Fernblick hat es allemal gereicht.

Sommerfest der Motorradfahrer

Am nächsten Wochenende laden wir zum alljährlichen Sommerfest der Motorradfahrer. Diesmal ist das Lahntal unser Ziel. Von Freitag, den 10. Juli, bis Sonntag, den 12. Juli, wollen wir hier ein paar angenehme Stunden miteinander verbringen.

Mit allen, die am Freitag bis 16 Uhr im Hotel sein können, werden wir bereits am Nachmittag eine erste kurvenreiche Tour unternehmen. Am Samstag sind wir dann den ganzen Tag über auf vorwiegend kleinen Straßen zwischen Westerwald und Lahn unterwegs. Abends wird gegrillt: es gibt Spießbraten satt! Für Kurzentschlossene konnten wir jetzt noch einmal 5 Doppelzimmer reservieren; wer am Freitag oder Samstag nur an der Tour oder am gemeinsamen Essen teilnehmen möchte, ist uns natürlich ebenso herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen. Anmeldungen oder Rückfragen am besten per Mail: kurvenfieber@mac.com