Archiv der Kategorie: Wales 2010

Croeso i Gymru – Willkommen in Wales

Noch ist es nicht soweit. Erst morgen Abend – am Freitag – fahren wir von Rotterdam nach Hull, um in zwei Tagesetappen den Südosten von Wales zu erreichen.

Die Koffer sind gepackt, die Routen programmiert, das Motorrad ist startklar. Am Nachmittag hat Harald den Begleitbus geholt, in dem – während unserer Reise – das Gepäck der Teilnehmer von einem Hotel zum nächsten gefahren wird. Nun kann es los gehen.

Jetzt muss ich morgen früh nur noch irgendwie aus der Garage kommen. Vor dem Haus ist die Straße aufgerissen; neue Randsteine für den Bürgersteig wurden gesetzt. Und so klaffen vor der Ausfahrt riesige Löcher. Aber ich fahre ja eine G/S. Zur Not müssen die Bauarbeiter mit anpacken …

Es fehlte nur ein wenig Strom

Manchmal ist es wirklich zum verrückt werden! Seit Tagen plane ich die Etappen für unsere Reise nach Wales. Wieder einmal wollen wir vorwiegend auf kleinen Nebenstraßen unterwegs sein. Dank Garmin und Mapsource lassen sich nun auch Routen über Wege planen, die wir im realen Verkehr lange suchen müssten.

Alles schien perfekt – dann aber ließen sich die Daten nicht vollständig aufs Navi übertragen! Klar, es dauert ein wenig, bis gut 300 MB an Kartenmaterial vom Rechner auf auf den Garmin geschaufelt sind. Doch jedesmal, kurz bevor die Übertragung abgeschlossen war, gab es ein „Kommunikationsproblem“. So stand es zumindest auf dem Display. Was bedeutete, dass keine Feindaten auf dem 276C zu finden waren. Also nix mit nach Navi fahren – und das fünf Tage vor dem Tourstart!

Mehrfache Versuche brachten immer das gleiche Ergebnis: „Kommunikationsproblem“ – keine Datenübertragung möglich. So kann man auch einen Sonntagnachmittag verschwenden und sich dabei ein Loch in den Bauch ärgern.

Wieder einmal war Dieter mein Retter. „Wenn Du Deinen 276C ans Netz anschließt und dann die Feindaten überträgst, müsste es klappen“, meinte er. Die Fehlermeldung hätte ihre Ursache in Spannungsverlusten, die bei langen Übertragungen schon mal vorkommen könnten.

Gesagt getan – und was soll ich sagen: Alle Karten, Wegpunkte und Routen wurden übertragen; sofort, im ersten Anlauf. Klasse! Wir hätten zwar auch nach Karte fahren können, aber so ist es doch viel angenehmer. Danke schön!

Croeso y Gymru – willkommen in Wales

Wales entdecken, dass wollen in diesem Jahr ganz viele. Anfang Februar zählen wir schon zwölf Motorradfahrer, die mit uns – auf vorwiegend schmalen Straßen – den Westen Großbritanniens erkunden wollen. Insgesamt planen wir mit maximal 16 Bikern unterwegs zu sein.

Von Hull aus geht es, vorbei am Sherwood Forest, Richtung Brecon Beacons – einer entlegenen Bergkette im Südwesten des Landes. Vorwiegend auf kleinen single-tracks wollen wir dann Richtung Snowdonia fahren – einmal quer durch die Cambrian Mountains. Schließlich unternehmen wir noch einen kleinen Abstecher zum Lake District, bevor uns die Fähre ab Newcastle wieder nach Hause bringt.

Angst vor Regen oder dem Linksfahren haben wir dabei nicht. Auf keiner unserer Reisen, die uns bislang nach Großbritannien oder Irland führten, hatten wir wirklich schlechtes Wetter. Meist konnten wir unterwegs die nachmittägliche „tea-time“ bei herrlichem Sonnenschein in einem der vielen Gartencafes genießen. So wird es – hoffentlich – auch diesmal sein.

Wales auf Nebenwegen

Im nächsten Jahr würden wir gern eine Motorradtour nach Wales anbieten. Das immer noch niedrige Pfund lässt das einstige Hochpreis-Reiseland Großbritannien mittlerweile relativ erschwinglich erscheinen.

Mit der Nachtfähre von IJmuiden nach Hull und dann einmal kreuz und quer durch die walisischen Berge – das wär´s doch. Zum Abschluß noch einen Abstecher durch den Peak Distrikt und die Cumbrian Mountains, das verspricht eine lange Woche herrliches Motorrad fahren.

Klar, dass wir möglichst häufig auf kleinen Straßen, abseits der üblichen Verkehrsströme unterwegs sein wollen. Ich habe mir jetzt mal die beiden in Frage kommenden Karten „Northern England“ und „Wales/Cymru“ aus dem britischen „Ordnance Survey-Verlag“ zur Hand genommen und mit einem roten Marker alle nur mit einer schmalen weißen Linie dargestellten Nebenstrecken farbig hervorgehoben. Wenn wir das alles abfahren wollen, haben wir ordentlich zu tun!

Wir werden jetzt mal an die Grobplanung gehen und einen attraktiven Rundkurs zusammenstellen, der durchaus auch ein paar „normale“ Straßen beinhalten darf. Aber Wales vornehmlich auf Nebenwegen zu erkunden, das erscheint uns doch sehr reizvoll.