Archiv der Kategorie: Sardinien 2016

Auf geht’s, nach Varese

Frankreich, Schweiz, Italien – das sind die Länder, die heute bereist werden „müssen“, um dem eigentlichen Ziel – Sardinien – näher zu kommen. Über Kandel fahre ich auf die elsässische Autobahn, vorbei an Straßburg, Richtung Mühlhausen. Der Verkehr läuft flüssig, ich komme gut voran. Beim letzten Mal war ich die ersten 100 Kilometer auf der A 5 unterwegs; eine Katastrophe!

Doch meine Erinnerung ist trügerisch. Irgendwie hatte ich noch eine Tankstelle auf der französischen Seite, kurz vor der Grenze zur Schweiz, im Sinn. Doch leider: Fehlanzeige! Noch reicht der Sprit, also erst mal weiter.

Von den befürchteten Kontrollen keine Spur; sowohl die Einreise nach Frankreich, wie auch die in Schweiz, verlaufen völlig unproblematisch. Niemand will meine Papiere sehen. Im Land der Eidgenossen stelle ich den Tempomat auf 117 km/h, lasse mit lautstark von Tessiner Volksmusik bedudeln und komme völlig staufrei voran – noch. An der Zufahrt zum Gotthard-Tunnel meldet der Verkehrsfunk hohes Verkehrsaufkommen, mit mindestens 30 Minuten Wartezeit, (in der Gegenrichtung, vom Tessin aus Richtung Norden, werden sogar 90 Minuten Stillstand gemeldet).
Noch läuft der Verkehr

Kurz vor dem Tunnel halte ich zum tanken – und erschrecke mich fürchterlich. 1,67 in Schweizer Franken werden für den Liter Diesel aufgerufen! Dafür gibt’s aber einen Gutschein für einen Kaffee und eine Münze fürs Klo. Dann geht’s ja 😉

Die kleine Pause hat den Vorteil, dass sich der Stau von Nord nach Süd zwischenzeitlich aufgelöst hat und ich völlig problemlos in die 17 Kilometer lange Röhe einfahren kann. Gut 15 Minuten dauert die Fahrt unter 1000 Meter Felsgestein hindurch, dann bin ich im Tessin, eine knappe Stunde später in Varese.


Ausreichend Platz für unsere Motorräder

Die meisten Teilnehmer sind bereits da. Kurz einchecken – und schon geht’s los. Irgendwie ist man nicht auf Motorradfahrer eingestellt und auf Abendessen schon gar nicht. Das Restaurant habe heute geschlossen, heißt es – zunächst. Das kann nicht sein. Wir haben Halbpension gebucht. Schnell den Mac aus dem Rucksack gekramt und auch die Buchung verwiesen. Stimmt: mit Abendessen.

Ein paar hektische Telefonate später, aus denen immer wieder deutlich das Wort „problema“ herauszuhören ist, ist klar: wie kriegen Abendessen – aber kein Bier. Das ließe sich so schnell nicht organisieren. Dafür gäbe es reichlich Wein zum Essen, es täte Ihnen furtchbar leid, wenn wir auf der Rückreise von Sardinien wieder vorbei kämen, wäre alles vorhanden …

Bliebe noch die Frage, wie lange fünf Minuten nach italienischer Zeitrechnung sind? Der eigentliche Plan, zwischen halb acht und acht zu essen, musste verworfen werden. Viertel nach acht wäre gut. Dann wurde es 20 nach acht und schließlich halb neun. Ein letztes Mal hieß es dann „cinque minuti“ und fünf Minuten später stand die Pasta auf dem Tisch, gefolgt von leckerem Kalbfleisch und gedünsteten Gemüse. Einfach lecker – das Warten hatte sich gelohnt.

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Wir sind in Italien: Pasta als Vorspeise.

Morgen gehts auf Landstraßen nach Genua und dann mit der Nachtfähre nach Olbia. Sardinien, wir kommen!

Sardinien für Kurzentschlossen

Sardinien – Traum eines jeden Motorradfahrers. Kurven ohne Ende, kaum ein Stück gerade Straße. Dazu eine beeindruckende Landschaft mit tollen Aussichten. Alles da, was das Motorradfahrer-Herz begehrt, bis hin zu bestem Wetter – hoffentlich 😉

Ganz kurzfristig ist bei unserer Sardinientour ein Platz frei geworden; für einen Solofahrer oder ein Pärchen auf einer Maschine. Wir treffen uns am Samstag, den 28.5.2016 am frühen Abend in Varese (an den oberitalienischen Seen). Am Sonntag gehts gemeinsam nach Genua, wo die Nachfähre auf uns wartet. Von Montagmorgen bis Freitagabend sind wir auf Sardinien unterwegs und werden dabei die herrlichsten Strecken unter die Räder nehmen. Wer es lieber etwa abenteuerlich mag: wir werden auch fünf Touren für Enduro-Wanderer anbieten.

Freitagabend gehts von Olbia zurück nach Genua, am Samstagabend sind wir wieder in Varese. Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen der Heimreise. Da das erste und letzte Hotel identisch sind, wäre auch eine An- und Abreise mit Auto und Anhänger möglich.

Die Kosten, inklusive der beiden Fährpassagen (in einer Doppelkabine), acht Übernachtungen in drei verschiedenen Hotels einschließlich Halbpension, Gepäcktransport während der Tour und sieben geführte Tagestouren belaufen sich auf 1295 Euro pro Person im Doppelzimmer, eine Sozia zahlt nur 1095 Euro, der Einzelzimmerzuschlag beläuft sich auf 245 Euro.

Bei Interesse bitte ganz schnell eine Mai schicken an: kurvenfieber@mac.com

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Kurven ohne Ende warten auch in Italien auf uns

Gemeinsam macht es doch mehr Spaß. Hier waren wir ein langes Wochenende am Bodensee unterwegs, auf kurvenreichen Strecken wollen wir auch Sardinien erkunden.