SAMSTAG, 14.9.2024 – Gepackt hatte ich schon am Freitagabend, so dass ich am Samstagmorgen, früh um sechs, den Motor des Ducatos anwerfen kann. Es geht direkt auf die Autobahn, zum Großen Sankt Bernhard, den ich im Tunnel überqueren werde. Es wird so langsam dämmerig, als ich mich auf die weite Reise Richtung Norden mache …

Die Gipfel der Walliser Alpen, die ich überqueren muss, sind weiß an Schnee. In der vergangenen Tagen hatte es einen heftigen Wettersturz gegeben, der insbesondere in Österreich für katastrophale Zustände gesorgt hat. Im Grenzgebiet zwischen Italien und der Schweiz halten sich die Auswirkungen in Grenzen: die Straßen sind frei, auch oben am Pass, an dem es minus sechs Grad kalt ist. Im Tal dagegen bestes Wetter 😉





Schon auf der Hinfahrt war mir die kleine Kapelle „Notre Dame Lorette“ nahe Liddes aufgefallen. Jetzt lege ich eine kurzen Fotostopp ein, auch weil ein Reisebus sehr langsam den Berg heruntertrödelt und ich mit dem Ducato nicht überholen kann – dafür reichen die 120 PS dann doch nicht …





Den nächsten Fotostopp verdanke ich der Navi-App auf dem Handy. TomTom stellt die kostenlose App „Go Ride“ ein und bewirbt als Alternative die App „AmiGo“. Und die ist wirklich klasse. Mal abgesehen davon, dass ich schmerzlich die Möglichkeit vermisse, Tracks zu importieren und in eine Route umzuwandeln umzuwandeln, passt alles andere perfekt.
Während Google Maps mich lediglich auf einen Stau hinweist, findet „AmiGo“ eine reizvolle Alternative entlang des „Etang Avale“.





Vorbei am Genfer See geht es Richtung Basel. Gut 100 Kilometer vor der Grenze der nächste fette Stau. Auch hier kennt „AmiGo“ eine reizvolle Alternative durchs Schweizer Jura.



Während ist so gemütlich über Landstraßen rolle, denke ich mir: eine Bäckerei wäre jetzt nicht schlecht. Schon taucht eine auf, die neben lecker Kuchen auch deftige Quiche Lorraine anbietet



Die Grenze rückt näher. Fahre ich die A5? Oder lieber die Schnellstraße durchs Elsass? Da ich auf der französischen Seite in der Regel deutlich entspannter vorankomme, geht es über Colmar und Straßburg Richtung Deutschland. Überraschend gibt es auch in Scheibenhardt eine Grenzkontrolle, die aber kurz und schmerzlos verläuft …



In Kandel wird noch mal vollgetankt und ein kurzes Kaffeepäuschen eingelegt. Dann geht es weiter. Nach gut elfeinhalb Stunden Fahrt erreiche ich mein Ziel – und genieße einen herrlichen Sonnenuntergang.





Die Woche im Piemont war eine ganz Besondere. Jedes Seitental ein Genuss, die Straßen meist verwegen, das Essen ausgezeichnet, das Wetter toll. Wir waren unterwegs mit netten Teilnehmerinnen und Teilnehmern – es hat alles gepasst. Diese Tour wird uns noch lange in Erinnerung bleiben …



















































































































































































































































































































