DIENSTAG, 20.8.2024 – 200 Kilometer in gut vier Stunden? Das sollte zu schaffen sein. „Bitte seien Sie unbedingt vor zwölf Uhr am Counter, wir wollen pünktlich mit dem Boarding beginnen“, hatte uns die Fährgesellschaft mitgeteilt. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, wollen wir um acht starten, auch wenn das Navi eine Fahrzeit von weniger als drei Stunden berechnet.
Das Frühstück muss „beschleunigt“ zu sich genommen werden, das Restaurant öffnet erst gegen 7:30 Uhr. Den ersten Kaffee gibt es deshalb auf dem Balkon, aus dem Nespresso-Automat, der auf dem Zimmer steht.







Es wird dann doch nach acht, bis sich unser Trupp in Bewegung setzt. Wir wollen versuchen, Oslo gemeinsam zu erreichen und werfen um in einer Kolonne von 14 Motorrädern auf die Europastraße. Das funktioniert erstaunlich gut. Vereinzelt mogelt sich ein Auto an einer Auffahrt in die Gruppe; wir verlieren uns aber nie aus den Augen.
Da wir gut in der Zeit liegen, können wir an einer Raststätte noch eine Kaffeepause einlegen und Proviant für die Fähre kaufen: unter anderem Knäckebot mit Brunost, dem norgewischen Karamell-Käse. Diese „Perversität“ muss zum Schluss einfach sein …





Super pünktlich erreichen wir den Hafen. Kurz nach uns treffen Claudia und Willi mit dem Begleitbus ein. Jetzt heißt es warten. Statt wie geplant und 12 Uhr beginnt die Verladung erst gegen 13 Uhr. Erika verwöhnt uns so lange mit Trockenobst und Nüssen aus den Vorräten im Topcase; auch eine Mütze Schlaf wird gerne nachgeholt …









Dann dürfen wir an Bord. Mit Schwung geht es die steile Rampe hinauf, ein Spanngurt über die Sitzbank und unsere Rückreise nach Kiel kann beginnen …
Nachtrag:
Zwei Stunden haben wir gebraucht, dann ging nichts mehr: das Buffet geplündert, der Magen bis aufs äußerste „strapaziert“. Sozusagen der krönende Abschluss unserer Norwegenreise.
Die Rückreise treten wir mit der ColorLine an, um nicht noch einmal durch Dänenark fahren zu müssen. Das ist wie eine kleine Kreuzfahrt zum Schluss, mit Gala-Dinner bis zum Abwinken. Geduldig warten wir um 17 Uhr auf den Einlass, um das Buffet „stürmen“ zu können …

Natürlich gab es Fisch in allen Variationen. Ein Genuss auch das Angebot an verschiedenen Sorten Käse, dazu karamellisierte Nüsse, eingemachten Ingwer mit einer leichten Schärfe und Aprikosenkompott. Der „Knaller“ aber ist die Auswahl an Süßspeisen – unglaublich …





Nach dem Essen geht’s aufs Sonnendeck. Der Wind bläst kräftig, lange aushalten lässt es sich nur in einer windstillen Ecke. Der Sonnenuntergang fällt aufgrund der dichten Wolkendecke so gut wie aus, trotzdem ist es schön, die Reise so in Ruhe ausklingen lassen zu können.





Während wir so langsam an Göteborg vorbeischippern, unternehme ich auf dem Weg zur Kabine noch ein kleiner Abstecher auf Deck 6. Da unterhält im Monkey Pub ein Gitarrenspieler mit altem Rock n Roll, während in der Piano-Bar gediegene Unterhaltung geboten wird. Mit einem „Espresso Martini“ lasse ich den Tag ausklingen. Morgen früh erreichen wir Kiel, dann ist die Norwegenreise unweigerlich zu Ende …








































































































































































































































































































































































































