Monatsarchiv: Mai 2025

Morgenspaziergang

NORMANDIE – So. 4.5.2025: Der Sonnenaufgang ist anders als erhofft, aber nicht minder eindrucksvoll. Ich laufe noch mal rüber, zum Klosterberg, um in den frühen Morgenstunden ein paar Fotos ohne „störende“ Menschen machen zu können …

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es gegen 10 Uhr zurück nach Deutschland. Die Autobahn zwischen Cean und Rouen ist eine der ersten, bei der es keine Mautstationen mehr gibt. Die Gebühr muss innerhalb von 72 Stunden über die Homepage der Betreibergesellschaft gezahlt werden.

Wieder auf der Landstraße lege ich an einem kleinen Rastplatz eine kleine Mittagspause ein. Die Akku-Kaffeemaschiene leistet dabei wieder gute Dienste. Kurz vor der Grenze halte ich an einem der vielen Soldatenfriedhöfe aus dem 1. Weltkrieg – die viele Kreuze der gefallenen Soldaten machen schon nachdenklich.

Bei Aachen gönne ich mir einen leckeren „Autobahnraststättenkaffee“ im Abendlicht. Gut zweieinhalb Stunden später bin ich wieder zu Hause. Der Abstecher zum Mont Saint Michelle war toll.

Ein Abstecher zum Mont Saint Michelle

NORMANDIE – Sa. 3.5.2025: Die Gelegenheit ist günstig – relativ günstig. Von Rouen aus kann ich in einer gemütlichen Tagesetappe über Landstraßen zum Mont Saint Michelle fahren. Es ist Vorsaison und ich konnte ein Hotelzimmer unmittelbar an der Landzunge buchen; zu Fuß sind es von da aus gut 35 Minuten bis zum Berg des Erzengel Michael. Unterwegs bleibt Zeit für die eine oder andere Fotoimpression – von neugierigen Kühen oder meiner süßen Mittagspause in Falaise.

Die Kapelle von Roch aus dem 16. Jahrhundert ist eine Zufallsentdeckung; gegen halb fünf habe ich zum ersten Mal freie Sicht auf den „Heiligen Berg“. Wenig später habe ich mein Ziel erreicht und fahre mit dem kostenlosen Shuttlebus (der direkt am Hotel hält), zum Mont Saint Michel. Nach dem Bummel durch die enge Gassen komme ich gerade noch rechtzeitig, um die Kirche zu besichtigen – letzter Einlass ist um 18 Uhr. Anschließend warte ich auf den Sonnenuntergang und genieße dabei immer wieder den Blick auf den imposanten Kirchenburg, der bei Flut mitten im Meer liegt …

Ein letztes Foto dann spät am Abend. Morgen wartet der Sonnenaufgang um 6:45 Uhr aus mich 😉

Die letzte Etappe

NORMANDIE – Fr. 2.5.2025: Es geht zurück nach Rouen. Die Koffer sind im Begleitbus verstaut, gut 270 abwechslungsreiche Kilometer warten auf uns. Nach gut eineinhalb Stunden erreichen wir Vimoutiers; Zeit für eine Kaffeepause. Es ist gerade Markt und so bummeln wir auf dem Weg zur Kirche ein wenig durch die Stände.

Gegen Mittag ist Sees erreicht; auch hier beeindruckt uns eine imposante Kirche, die – wie so oft in Frankreich – reich verziert ist. Direkt gegenüber eine Bar, in der Lutz endlich seine Austern bekommt 😉 Noch ein Espresso im Schatten der gewaltigen Kirche, dann geht es weiter.

Wie so oft sind wir zumeist auf kleinen Straßen unterwegs. In Conches en Ouche bietet sich noch mal eine Gelegenheit zum Kaffeestopp. Eine schöne Kirche und die Reste eine Berganlage laden zum Fotografieren ein. Ich besorge noch was „Süßes“; Lutz teilt gerecht in kleine Stücke. Was für ein schönes Ende unserer Tour.

Am Abend wird verladen; Samstag gehts zurück nach Hause

Ins Calvados

NORMANDIE – Do. 1.5.2025: Ein Milchkaffee und ein „pain au chocolate“ auf der Terrasse, auf die gerade die ersten Sonnenstrahlen scheinen – wenn der Tag schon so beginnt …

Heute wollen wir ins Calvados. Doch die Vorstellung, durch ewig lange Apfelplantagen zu fahren, erweist sich als Trugschluss. Die „verstecken“ sich meist hinter hohen Hecken. Wir mussten lange suchen, bis wir ein entsprechendes Foto machen konnten.

Die erste ausgiebige Kaffeepause legen wir – mehr oder weniger spontan – in Beuvron-en-Auge ein, ein Ort, der charakteristisch fürs Calvados sein soll. Den geplanten Abstecher zur Basilika von Lisieux schaffen wir so nicht mehr und fahren direkt nach Camembert. Mitten im Ort kann Käse verkostet werden. „Wir haben einen Teller mit vier verschiedenen Sorten, der reicht für zwei Personen“, meint die freundliche Madame. Wir sind zu sechst unterwegs, das passt doch.

Falaise ist das Ziel für den Nachmittag. Die mächtige Burganlage war einst Hauptsitz der Herzöge der Normandie. 1027 wurde Wilhelm „der Bastard“ hier geboren, der später als „Wilhelm der Eroberer“ in die Geschichte einging. Sehenswert auch die große Kathedrale, die in unmittelbarer Nähe liegt.

Weiter geht es zum „Roche d Oetre“, einer malerisch gelegenen 118 Meter hohen Felswand. Ein beliebtes Ausflugsziel, gerade am 1. Mai – wie wir feststellen müssen. Ein lauschiges Plätzen im Garten finden wir noch, die Schlange vorm Cafe ist aber so lang, dass wir beschließen, nach einer kurzen Pause weiterzufahren. Die eigentliche Attraktion, den Felsen, haben wir ja fotografieren können.

Das Abendessen war wieder lecker, der Nachtisch sensationell. Heute gönnen wir uns einen Calvados zum Abschluss, geht es morgen doch schon wieder zurück nach Rouen …